Entscheidung für digitale Uhr in Oelsnitz

Der Vergabeausschuss hat sich für eine digitale Uhr auf dem Oelsnitzer Rathausturm - und damit für die kostengünstigere Variante - entschieden, berichtete Kerstin Zollfrank, die stellvertretende Stadtbaumeisterin, bei einem Pressegespräch. Für die digitale Technik müsse lediglich ein kleiner Kasten angebracht werden.

 

Die historische mechanische Uhr wird aber am Standort erhalten. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte das Uhrwerk von Johann Mannhardt wieder in Gang gesetzt werden. Der Rathausturm ist zur Zeit eingerüstet, weil die beiden Glocken durch einen Neuguss ersetzt werden, der bereits erfolgt ist. Außerdem müssen die Pfeiler auf dem Turm verpresst werden. Die beiden neuen Glocken, welche das Stadtwappen von Oelsnitz tragen, stehen in der Gießerei Lauchhammer bereit. Ende Juli - rechtzeitig vor dem Sperkenfest - werden sie ihr Quartier auf dem Turm einnehmen. Die Glocken werden aber nicht mehr übereinander wie bisher, sondern hintereinander montiert, berichtete Zollfrank.

Die große Glocke weist in Richtung Marktplatz, die kleinere zum Hof. Die beiden alten Eisenglocken werden aufgehoben und sollen an einem öffentlich zugänglichen Ort dauerhaft ausgestellt werden. Für die Arbeiten an Turm, Glocken und Uhr sind insgesamt 27 000 Euro veranschlagt. Bei dem Pressegespräch äußerte Oberbürgermeisterin Eva-Maria Möbius Zufriedenheit, dass das Vorhaben so weit gediehen ist. Bei der jetzigen Haushaltslage hätte es nicht verwirklicht werden können.  R.W.