Entfacht: Disput um Schülerbeförderung

Plauen - CDU-Kreischef Sören Voigt regte vor wenigen Tagen den Ausstieg aus der kostenlosen Schülerbeförderung an. "Der Vorstand des KreisSchülerRates (KSR) Vogtland reagiert auf den Vorstoß von Voigt mit völligem Unverständnis", teilt Richard Künzel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des KSR Vogtland mit.

Für Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern werde die kostenpflichtige Schülerbeförderung so zur erheblichen finanziellen Belastung. Und: Voigts genanntes Argument, die Schüler würden an Schulen "vorbeifahren", erschließe sich dem KSR Vogtland nicht. "Uns war und ist wichtig, auch mit Blick auf die sich entwickelnden Gesamtkosten, eine Diskussion zu dem Thema anzuschieben", antwortet Sören Voigt auf die Einwände des KSR. "Das ist uns gelungen. Wir sind uns völlig darüber im Klaren, dass das eine äußerst sensible Thematik ist, die einen gründlichen Austausch von Für und Wider benötigt."

Einen Antrag, über die Kreistagsfraktion eine Änderung der Schülerbeförderungssatzung herbeizuführen, gebe es laut Voigt nicht. "Aus diesem Grund wollen wir eben, aus der Gesamtsicht heraus, mit Interessenvertretern und anderen Parteien in Kontakt und Diskussion treten", so der CDU-Kreischef. va