"Ente mit Herz" hilft Kindern

Ab heute nun können die Besucher die diesjährige Weihnachtsschau im Plauener Vogtlandmuseum bestaunen. Dabei dreht sich diesmal alles um die Ente.

Von Ingo Eckardt

Plauen Zum ersten Mal macht die "Duckomenta" Station in der Spitzenstadt und erstmals gibt es diesen entigen Spaß im Weihnachtskontext zu erleben. Weltberühmte Kunstwerke der vergangenen fünfhundert Jahre werden dabei "entizipiert", will heißen, mit der Geschichte verwoben, dass es ein entiges Paralleluniversum gibt, in dem natürlich auch Kunst entstand. So grüßt Albert "Duck" Einstein mit rausgetreckter Zunge aus dem Entenschnabel, die Mona Lisa grüßt ebenso mit Duckface wie das weltberühmte Schokoladenmädchen, pardon Schkoladenentchen. Zu den Themen der Räume im Museum werden dabei ausgewählte entige Objekten hinzugefügt - im Napoleonzimmer beispielsweise wird der kaiserliche Feldherr als Entenbüste in typischer Haltung gezeigt, während auch die barbusige Liberté auf den Barrikaden der französischen Revolution ebenfalls einen gelben Schnabel aufweist - und das Ganze im Napoleonzimmer natürlich.
Stefanie Gebler vom Museum und Anke Doepner, Chefin der leihgebenden Firma Interduck haben die Schau, die heuer bis weit ins Frühjahr hinein (dann natürlich ohne weihnachtlichen Kontext) dauert, kuratiert. 140 entige Werke aus dem kreativen Tun von Ommo Wille, Prof. Volker Schönwart, Prof. Dr. Eckart Bauer, Anke Doepner und Rüdiger Stanko können die Besucher entdecken. Wer nicht ganz kunstsicher ist, kann eine der Mappen an der Kasse mit auf Rundgang nehmen, die auf die originalen Kunstwerke hinter den "Duck-Werken" verweisen.
Frei nach dem Motto "Am Ende kackt die Ente" verbindet man das umfangreiche Merchandising (Kataloge, Bücher, Postkarten, Kunstdrucke, T-Shirts, Gummi-Badeenten) zur Schau im Museumsshop mit einem guten Zweck. "Wir haben vereinbart, dass von jeder verkauften Gummiente aus der zwölfköpfigen Kunstenten-Eedition ein Euro gespendet wird. Profitieren wird davon die Stiftung ‚Krebskranke Kinder und ihre Familien im Vogtland‘", sagt Stefanie Gebler. Die Aktion "Ente mit Herz" startet demzufolge ab sofort, unverzüglich vermutlich sogar. Bleibt zu hoffen, dass der Volksmund Recht behält und "am Ende die (Spenden-)Ente fett wird.