Enka: Eigentümer bleibt bei Schließung

Elsterberg/Dresden - Im Viskosewerk Enka in Elsterberg sinkt die Hoffnung auf eine Weiterführung der Produktion nach dem 1. Juli. Die Geschäftsführung halte an ihrem Plan zur Schließung des Werkes fest, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem Eigentümer des Unternehmens in Dresden. Eine Kompromisslösung - die Herstellung von Viskose auf Sparflamme weiterzuführen und neue Produkte zu entwickeln - werde gleichfalls abgelehnt. Nach Vorstellung der Elsterberger sollte der Ausstoß von 5000 Tonnen Viskose pro Jahr auf 1700 Tonnen reduziert werden. Dies sei aber rigoros auf Ablehnung gestoßen. Von der Schließung des Betriebes im Vogtland sind 380 Mitarbeiter betroffen. Im Werk im unterfränkischen Obernburg mit 240 Mitarbeitern soll es dagegen weitergehen. Nach Ansicht von Jurk ist die Situation gerade für die Mitarbeiter in Elsterberg schwer. "Viele haben kaum Perspektiven, wenn das Werk schließt." Die Geschäftsführung habe versichert, für Alternativen offen zu sein, allerdings habe sie selbst keine angeboten. Nach dem Willen der Eigentümer soll in Elsterberg auf keinen Fall mehr Viskose entstehen - schon aus Konkurrenz zu Obernburg. Mitarbeiter aus Elsterberg hatten am Donnerstag vor dem Landtag in Dresden für ihre Belange demonstriert. Der in Bedrängnis geratene Garnhersteller Enka (Wuppertal/Nordrhein-Westfalen) hatte Mitte Februar die Schließung des Werkes in Elsterberg angekündigt.                                     Mehr im