Empfang mit Gottesgruß

Zwei Reden, die Vorstellung der neuen Pfarrerin, Kultur (Kabarett) und Sport (Akrobaten) sowie allerhand für soziale Zwecke das war der Empfang des Elsterberger Gewerbevereins, bei dem es auch Essen und und Gespräche am Rande gab.

Von Jürgen Stefaniak

Elsterberg - Vereinschef Sven Haller hatte mehr als 150 Leute in das Vereinshaus "Burgkeller" eingeladen: Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) und Gewerbetreibende, Stadträte und Ortsvorsteher, Vertreter der Vereine, Honoratioren, Kommunalpolitiker und Mitarbeiter der Stadtverwaltung.
Darunter war auch Susanne Hulek. Sie wird die neue Pfarrerin von Elsterberg. Nach mehr als drei Jahren unbesetzter Pfarrstelle wird am 19. Januar, 14 Uhr, zum Gottesdienst Frau Hulek in ihr neues Amt eingeführt. Die Ordination nimmt die Superintendentin Ulrike Weyer in der Laurentiuskirche vor.
Susanne Hulek (59) kommt aus Dresden, hat dort als Theologin gearbeitet. "Studiert habe ich in Hamburg, Heidelberg, München und Tübingen", erzählt sie in einem Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger.
Die Mitglieder des Gewerbevereins würdigten die ehrenamtliche Arbeit der Elsterberger im vergangenen Jahr. So erhielten die Mitglieder der Hausmeister-AG aus Görschnitz den diesjährigen mit 500 Euro dotierten Ehrenpreis des Vereins.
"Der Verein und Sponsoren ermöglichen den Betrag", erklärte Haller, der im Laufe des Abends unter den Anwesenden weitere Spenden in Höhe von 650 Euro einwarb. Das geschieht alljährlich - und das Geld fließt anschließend per Losentscheid einem Elsterberger Verein zu: Diesmal an den Feuerwehrverein Elsterberg. Dessen Vorsitzender, Jürgen Claus, erhöhte bei der Spendenübergabe spontan den Betrag um 50 Euro auf 700 Euro. "Wir feiern 2023 das Jubiläum ,150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Elsterberg‘, dazu können wir das Geld gut gebrauchen", sagte Jürgen Claus im Gespräch mit unserer Zeitung.
Bleibt noch eine dritte Aktion: Bei dieser wurden zwei Eintrittskarten für das Bayern-Spiel gegen Red Bull Leipzig am 9. Februar in München versteigert. Den Erlös von 350 Euro erhielt der Vogtländische Schützenverein Kleingera. Der wird es dem guten Zweck, Ersatz der gestohlenen Figuren auf der Pyramide in Kleingera, zuführen.
Ach ja, Reden wurden auch gehalten. So vom Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP). Er sprach über die Anschaffung des neuen Feuerwehrautos, den Neubau der Noßwitzbrücke oder dem Finden von Investoren für das ehemalige Enka-Gelände als dringlichste Aufgaben in 2020. In Sachen Neubau Schulturnhalle soll nun doch eine Ein-Felder-Halle ohne Sozialtrakt auf dem Gelände des Schulzentrums entstehen und das Wohnbaugebiet "Hohndorfer Straße" auf den Weg gebracht werden.
Geschoben werden soll, so Bauroth, vorerst die Sanierung des Kirchplatzes. "Hier könnten wir zum Heimat- und Ruinenfest 2024 über eine sanierte Fläche laufen", plant er. Generell will sich Bauroth nach eigenem Bekunden kein Denkmal bauen, dazu sei er noch nicht lange genug Bürgermeister. Aber er wünsche sich, dass sich Elsterberg 2020 nicht mehr zum "Gespött der kommunalen Familie im Vogtland" mache, sagte er.
Auch Gewerbevereinschef Haller wandte sich an die Gäste im Burgkeller-Saal. Er dankte allen im Verein und darüber hinaus, die die Aktivitäten des Gewerbevereins 2019 unterstützt haben. Er blickte auf das politische Geschehen in Deutschland und auf Grund der Wahlen besonders auf das in Sachsen.