Empfang für Ehrenamtler in Elbflorenz

Sachsens Landtag und Sozialministerium haben 53 Ehrenamtler aus dem Freistaat geehrt - darunter sieben Vogtländer. Es gab eine Feierstunde und einen Empfang im Landtag.

Dresden/Plauen - Ausgezeichnet wurden am Samstag Personen, die sich in besonderer Weise im sozialen und karitativen Bereich verdient gemacht haben. So organisieren sie die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden, kümmern sich um die Belange von Obdachlosen und unterstützen die Arbeit im Mehrgenerationenhaus oder die Katastrophenhilfe. Das teilt das Sozialministerium mit. Demnach waren sieben Vogtländer eingeladen - leider konnte Anja Werner nicht anwesend sein, einer der Gründerinnen der Weberhaus-Hexen. Geehrt wurden:
 
Andreas Bechmann aus Netzschkau ist seit 1994 als ehrenamtlicher Denkmalpfleger im Vogtlandkreis tätig. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist das Gebiet um Reichenbach, Netzschkau, Mylau. Er berät Bauherren bei der Suche nach Nutzungsmöglichkeiten und der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude, stellt den Kontakt zur Unteren Denkmalschutzbehörde und dem zuständigen Bauamt her und eruiert Fördermöglichkeiten. Und er unterstützt die Untere Denkmalschutzbehörde zum Beispiel bei der Ermittlung von Kosten für erforderliche Notsicherungen von Gebäuden.

Silke Schmidt aus dem Weischlitzer Ortsteil Kürbitz: engagiert sich seit 2006 ehrenamtlich in der Selbsthilfegruppe der Alzheimer Gesellschaft Plauen-Vogtland, derzeit als Schatzmeisterin. Gewissenhafte, ideenreiche, zuverlässige und korrekte Arbeit zeichnen Frau Schmidt aus. Mit ihren Erfahrungen als ehemalige pflegende Angehörige trägt sie zur inhaltlichen Arbeit des Vereins bei, vor allem der Selbsthilfegruppe. Hervorzuheben im Umgang mit Angehörigen sind ihr Verständnis und die Ermutigung bei der Bewältigung der oft nicht einfachen Aufgaben. Sie findet immer Zeit, anderen zuzuhören und zu helfen. Auf Grund ihres freundlichen Wesens haben die Angehörigen großes Vertrauen zu Frau Schmidt. Auch beteiligt sie sich an der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins, wie Marktplatzgesprächen und Informationsveranstaltungen. Bei den Vorstands- und Vereinsmitgliedern genießt Frau Schmidt große Achtung und Anerkennung.

Manfred Gerhardt aus Klingenthal ist seit 1992 ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Volkssolidarität Klingenthal/Auerbach und maßgeblich an der Entwicklung des Vereins beteiligt. Begonnen mit zwei hauswirtschaftlichen Helferinnen und einem Mitgliederverband samt sieben Ortsgruppen, wurde der Verein durch sein ehrenamtliches Wirken zu einem anerkannten Träger der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe. Mit einer Tochtergesellschaft hat der Verein nun über 100 hauptamtliche Beschäftigte sowie 300 Mitglieder und über 60 ehrenamtliche Helfer. Gerhardt investiert seit über 26 Jahren seine Freizeit aufopferungsvoll für den Verein, der heute ein großer Wohlfahrtsdienstleister ist. Auch sein Privatleben ist von der Gemeinnützigkeit sehr geprägt. Trotz seiner körperlichen Einschränkungen ist Herr Gerhardt ein zuverlässiger, engagierter und hochmotivierter Vorstandsvorsitzender. Einsatz für den Landesverband in Sachsen und den Bundesverband der Volkssolidarität sind seine weiteren ehrenamtlichen Ämter. Zur nächsten Delegiertenversammlung hat sich Gerhardt erneut zur Wahl gestellt um weitere 5 Jahre die Geschicke der Volkssolidarität ehrenamtlich zu lenken. Gerhardt ist bei Landes- und Bundesverband sehr geschätzt. Auf seine Meinung wird dort großer Wert gelegt, beispielsweise in solchen speziellen Fragen wie Satzung eines Vereins und Finanzierungsordnung.

Kerstin Hänsch aus Plauen ist seit über 30 Jahren Übungsleiterin im Freizeitsport im Sport- und Ballspielclub 90 Plauen; ursprünglich hieß die Sportart Pop-Gymnastik. In den letzten Jahren sind neben Aerobic weitere Bereiche dazugekommen: Step-Aerobic, Pilates, Drums Alive (Trommel-Workout). Sie gestaltet ihre Übungsstunden stets mitreißend und ist bemüht, auch neue Sportarten näher zu bringen.Seit 2006 leitet Kerstin Hänsch auch die Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs. Trotz Handicaps wegen ihrer Erkrankung strahlt sie stets Optimismus und Lebensfreude aus. Sie animiert immer dazu, alle Kräfte zu mobilisieren, über sich hinaus zu wachsen. Kerstin Hänsch ist den Teilnehmerinnen ein wunderbares Vorbild, nicht nur im Sport, sondern auch im Hinblick auf die Meisterung bestimmter Lebensumstände.

Anne Schwegler aus der Gemeinde Pöhl engagiert sich im Seniorenbeirat als stellvertretende Vorsitzende. Sie bringt fachliche Beiträge besonders hinsichtlich der Pflege und den gängigen Gesetzlichkeiten ein, recherchiert und arbeitet für die Umsetzung von Beschlüssen und Vorschlägen des Beirats; sie recherchiert und erarbeitet Entwürfe von Stellungnahmen und grundsätzlichen Schriftsätzen. Sie wirkt in Vorbereitungs- und Arbeitsgruppen mit, organisiert die Abläufe und ist maßgeblich an der praktischen Umsetzung beteiligt. Weiterhin ist Frau Schwegler im Carnevalsverein Jocketa engagiert, insbesondere bei der Programmgestaltung und Moderation. In großem Umfang widmet sich Frau Schwegler als Leiterin dem "Vogtländischen Volksmusikvereins De Gockeschen. Der Verein pflegt vogtländische Traditionen in Wort, Gesang und Kleidung. Diese Art der Brauchtumspflege verbreitet der Verein bei zahlreichen Auftritten auch außerhalb des Vogtlandes. Von Traditionspflege ist es nicht weit bis zur Denkmalpflege. Der Verein hat sich der "Burg Liebau" angenommen. Und Frau Schwegler ist maßgeblich beteiligt an der Rettung des historischen Bahnhofs Rentzschmühle, der ein "Kulturbahnhof im Geschichts- und Naturpark Liebau" werden soll.

Für Ute Soboll aus Weischlitz stehen Amphibien in ihrem persönlichen Artenschutzprogramm ganz oben an. Seit 20 Jahren betreut sie mit viel Engagement und Zeitaufwand einen Amphibienzaun in der Nähe des Burgbaches bei Tobertitz. Als berufen und zuverlässige Naturschutzhelferin trägt sie so zum wichtigen Erhalt der Artenvielfalt bei.    ufa