Eltern jetzt fordern: Baulärm ausgrenzen

Markneukirchen - Erfreulich stabil und überwiegend freundlich präsentierte sich das Grundschulgebäude in Erlbach. Mitglieder des Technischen Ausschusses und sachkundige Bürger nutzten am Mittwoch die Gelegenheit, sich in beiden Teilen des Schulgebäudes umzuschauen. Bautechnisch überraschend stabil, nicht von Feuchtigkeitsschäden gekennzeichnet und überhaupt nicht marode beurteilten die Besucher dann zur Sitzung des Technischen Ausschusses den Zustand des Hauses. Sicher seien Fenster, Fußböden, teilweise Elektrik zu erneuern. Wärmetechnisch besteht Nachholbedarf. Auch die Absicht, den recht kleinen Schulhof durch Abtragen des Kohlenbunkers zu vergrößern, fand Zuspruch.

Ausreichend große Klassenzimmer und das Lehrschwimmbecken im Keller fanden Gefallen bei den Ausschussmitgliedern. Unverständnis zeigte das Ehepaar Seifert während der Beratung, über die aufkeimende Standortdiskussion. Die Standortfrage sei doch längst mit dem Beschluss von 2005 vom Tisch. Man solle sich nun den Dingen zuwenden, die es in Sachen Verwendung der Konjunkturmittel auf den Weg zu bringen gilt. Hermann Ratz vermisste das finanzielle Engagement der Gemeinde Erlbach bei der Schulsanierung. Bürgermeister Andreas Jacob versprach, sich die Sache mit der Sanierung der Schulturnhalle, zu der sich der Erlbacher Gemeinderat bereits bekannt hatte, nochmals bestätigen zu lassen im Vorfeld der Ratssitzung am 19. März.

Das Wort in Sachen Grundschule erteilte der Bürgermeister auch Antje Piesendel als Elternvertreter der Schulkonferenz. Im Namen der Kinder forderte sie sicherzustellen, dass die Grundschüler in Ruhe lernen können, trotz Bautätigkeit. So sei es sicher sinnvoll, vor allem die Viertklässler, bei denen es immerhin auch um die Bildungsempfehlung für Gymnasium oder Mittelschule gehe, so weit wie möglich aus dem Baugeschehen heraus zu halten. Man werde sich massiv auf die sechs Ferienwochen konzentrieren, versprach Bürgermeister Jacob.

Die endgültige Entscheidung über die Verwendung der Konjunkturmittel trifft am 19. März der Stadtrat.  M. Dähn