Elsterradweg: CDU-Politiker kritisiert Stopp

Jetzt kritisiert auch der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Jahr die Sperrung eines fertigen Teils des Elsterradwegs zwischen Adorf und Bad Elster. Die Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat- (FFH-)Richtlinie geht nach seiner Meinung an der Lebenswirklichkeit vorbei.

In Sachsen stelle er eine Häufung der Probleme beim Radwegebau fest. Die Grüne Liga hatte gerichtlich die Sperrung durchgesetzt, weil es ein Schwarzbau sei: Der Vogtlandkreis hatte Planfeststellung und Umweltverträglichkeitsprüfung "vergessen". Laut Jahr ist das eigentliche Problem, dass die Planfeststellung nicht unterscheide, ob ein Radweg gebaut werde oder eine Autobahn. "Hier kommt es zu einer Verschwendung von Steuergeldern", schreibt Jahr nach einem Ortstermin. Es sei einfach nicht nachvollziehbar, dass dort, wo früher Züge fahren durften, oder schon ein Wirtschaftsweg vorhanden war, heute kein Radweg gebaut werden dürfe. "Nach Meinung einiger Naturschützer stellt der Radfahrer eine aggressive Gefahr für die Natur dar. Besonders abstrus ist die Argumentation, dass Kinderlärm die Natur mehr schädigt, als eine Dampflok", sagt Jahr. Er will mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sprechen und der vogtländischen CDU-Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas, die im Umweltausschuss sitzt: Die Schutzrichtlinie bei Radwegen müsse "praxistauglich" werden. va