Elsterbergs Bürgermeister heißt Bauroth

Sandro Bauroth ist Elsterbergs neuer Bürgermeister. 53,86 Prozent der Wähler aus Elsterberg und den Ortsteilen schenkten ihm ihr Vertrauen. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,36 Prozent - geringfügig mehr als zur Wahl am 7. Juni. Da lag sie bei 69,8 Prozent.

Elsterberg - Seinen Posten als Polizeibeamter tauscht der 48-jährige Sandro Bauroth nun nach dem zweiten Anlauf mit dem des Bürgermeisters. Bereits zum ersten Wahlgang am 7. Juni bekam Bauroth, der zwar FDP-Mitglied ist, aber als Einzelkandidat antrat, mit 41,5 Prozent die meisten Stimmen.

Doch das war nicht die absolute Mehrheit, die für das Bürgermeisteramt gereicht hätte. Nun aber ist für Bauroth das Ergebnis mit satten 53,86 Prozent (1.373 Stimmen) eindeutig. Seine Konkurrenten erhielten nicht annähernd so viele Stimmen: 36,72 Prozent der Wähler (936 Personen) votierten für Sven Haller, den Kandidaten der Alternativen Heimatliste.

Für Andreas Oberlein, SPD-Kandidat und Ortsvorsteher in Coschütz, stimmten nur noch 240 Wähler - das sind 9,42 Prozent. Besonders bitter für Oberlein (57): In seinem Heimatort Coschütz, wo er seit langem Ortsvorsteher ist, bekam er nur 84 Stimmen - sein Konkurrent Bauroth aber 97. Oberlein: "Ich bin enttäuscht von meinen Coschützern, weil ich mich dort seit den 90- er Jahren stark engagiere als Ortsvorsteher. Für mich eine persönliche Niederlage."

Bedrückt zeigte sich auch Sven Haller, doch sportlich fair reichte er Bauroth die Hand zum Glückwunsch. Kühl zur Kenntnis nahm Amtsinhaber Volker Jenennchen den Sieg Sandro Bauroths, war doch eigentlich Sven Haller sein Wunschkandidat. "Ich hätte nicht so viele Stimmen erwartet. Aber jetzt ist es um so schöner",sagt Bauroth. Ehefrau Anke und Sohn Colin (13) freuten sich mit ihm.

Ab 1. August wolle er seine Wahl-Versprechen umsetzen - freue sich, mit Fraktionen, Stadtund Ortschaftsräten zusammenzuarbeiten. Die Struktur des Stadtrates wolle er an die der Verwaltung angleichen, sprich Ausschüsse verringern, kündigte Bauroth an. 3647 Elsterberger waren wahlberechtigt, 2566 Stimmen wurden in elf Wahllokalen und einem Briefwahllokal abgegeben. 2549 Stimmen waren gültig, 17 ungültig.