Elsterberg: Alten machen sich Sorgen um die Jungen

Die Jahreshauptversammlung des Vogtländischen Heimtaverein Elsterberg war schwach besucht - nur 27 von 143 Mitgliedern kürzlich im Burgkeller anwesend. Trotzdem wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Verstärkt hat sich das Alters- und personelle Problem in der Besetzung der Trachtengruppe. Das wurde deutlich in den Berichten von Egon Bechert und Gerd Zicker, der über die Arbeit in der Jugend- und Kindergruppe sprach: Wegzug, Ausbildung und andere Interessen, sind nach Zickers Aussage Ursache des fehlenden Nachwuchses. "Es sieht nicht rosig aus, bei der Jugend", sagte Zicker. "wir sind nicht mehr die Jüngsten, ich mach mir Sorgen ob das weitergeht mit der Trachtengruppe."

Trotzdem hat die Trachtengruppe mit ihren Formationen bei vielen Veranstaltungen die Stadt Elsterberg würdig vertreten. So beim vogtländische Nachmittag in Bad Elster (2007), beim Oktoberfestumzug in München (2009) oder beim Tanzfest in Rudolstadt (2008).

Egon Bechert berichtete über die Umsetzung zweier Webstühle aus Greiz in die Turnhalle an der Burgruine, wo ein kleines Industriemuseum entstehen soll. Vereinschef und Bürgermeister Volker Jenennchen will dazu noch mit dem Enka-Insolvenz-Verwalter sprechen, um den Inhalt des Traditionszimmer aus dem ehemaligen Unternehmen zu erhalten und dies dann ebenfalls für die Nachwelt dort aufzubewahren. 2010 steht für den Verein die Organisation des Heimat- und Ruinenfestes sowie den zwei Veranstaltungen unter dem Motto "Kindergruselnacht" im Plan.  j. st.