Ella, Noah, Emil und Emma liegen vorn

Die beliebtesten Babynamen im Vogtland im Jahr 2019 waren Ella und Emil. Je 18 Vogtländer-Buben und -Mädels heißen so. Damit gehen hiesige Eltern den "vogtländischen Weg", denn sachsenweit liegen Hannah und Oskar, bundesweit Emma und Ben vorn.

Von Cornelia Henze

Plauen/Rodewisch Ella und Emil sind jedoch im Vogtland nur Spitzenreiter, wenn man die Top-Namen der beiden maßgebenden Meldeämter Plauen und Rodewisch addiert. Dort gibt es mit dem Helios-Klinikum und dem Klinikum Obergöltzsch die zwei einzigen Geburtenstationen im Vogtland - demzufolge werden in diesen Meldeämtern (fast) alle Neugeborenen registriert.
In Plauen hält bei den Mädchen Ella (12 Mal) die Spitzenposition, gefolgt von Emilia und Mia (je 9 Mal) und auf dem dritten Rang Anna, Anni, Clara, Emma und Lena (je 6 Mal). Bei den Buben führt in Plauen Noah (8 Mal) das Ranking an, gefolgt von Ben und Liam (je 7 Mal) und auf Rang drei Emil, Henry, Leo und Paul (je 6 Mal).
In Rodewisch gibt bei den Mädchen die Emma (10 Mal) den Ton an und folgt damit dem bundesweiten Trend, gefolgt von Charlotte und Johanna (je 8 Mal) und auf Platz drei Lina (7 Mal). Der kecke Jungsnamen Emil (12 Mal) gefiel jenen Eltern am besten, gefolgt von Ben und Leon (je 9 Mal) und Karl und Leo (je 8 Mal). Ella, der Lieblingsnamen von vorwiegend Plauener Eltern, schaffte es im Kreißsaal des Rodewischer Krankenhauses nur auf Platz vier (6 Mal), der Plauener Spitzenreiter Noah nur auf Platz 6 (5 Mal).
Umgekehrt erblickten auf der Geburtenstation im Helios nur je sechs Emmas und Emils das Licht der Welt - und landeten damit auf Platz 3. Weshalb es die kleinen Unterschiede innerhalb der beiden Vogtland-Gebiete gibt, bleibt wohl ein Geheimnis. Denn bekanntlich entscheiden sich auch Plauener Muttis für eine Geburt in Rodewisch und umgekehrt bevorzugen werdende Mütter aus dem Göltzschtal das Helios-Klinikum.
819 Babys wurden 2019 im Plauener Standesamt beurkundet. Davon 417 Jungen und 402 Mädchen, wovon es 13 Zwillingspärchen gab: 3 Jungen- und 4 Mädchenpaare sowie 6 Pärchen. Im Vorjahr waren 810 Babys im Plauener Standesamt gemeldet. 2019 gibt es also neun Babys mehr.
Leicht zurückgegangen ist die Zahl der in Rodewisch beurkundeten Kinder. 2018 waren das noch 725 Babys, 2019 nur 699: Davon leicht mehr Mädchen (351) als Jungen (348), darunter einmal Zwillingsmädchen. Rodewischs Standesbeamtin Yvonne Günnel freut sich besonders über 54 Babys Rodewischer Eltern, was die Kindergärten in einigen Jahren gut auslasten wird. Im Vorjahr konnte sich Rodewisch "nur" über 48 Neubürger freuen.
Exotische Namen, bei denen die Namensbehörde in Leipzig hätte konsultiert werden müssen, gab es weder in Plauen noch in Rodewisch. Den ausgefallensten Namen, den Yvonne Günnel je beurkunden musste, war vor einigen Jahren der eines kleinen Jungen, dessen Eltern ihn Tequilia nannten. Generell nehmen aber durch Zuwanderungen aus anderen Erdteilen fremdländische Namen zu, so Yvonne Günnel.
2019 beurkundete sie übrigens auch je ein Kind, das in Spanien, den USA und Kasachstan geboren wurden. In allen drei Fällen stammt wenigstens ein Elternteil aus dem Vogtland oder der Region. Ein Kind wurde schon 2003 im Ausland geboren - und nun im Vogtland nachbeurkundet.