Eisgardine

Die Talsperre Pirk ist gerade im Winter ein Besuchermagnet. Am Sonntag war sogar die Straße von Göswein zur Staumauer zugeparkt.

Von Renate Wöllner

Oelsnitz/Taltitz Das seltene Schauspiel hatte sich herumgesprochen. Große Eisgardinen hatten sich unter der Brücke am Überlauf zur Weißen Elster gebildet. Wassermassen rauschten mit Macht ins Tosbecken. Durch den Sonneneinfall bildeten sich kleine Regenbogen. Da waren die Smartphones und Kameras schnell gezückt.
Mit dem Ablauf wird Platz geschaffen für die Schneeschmelze. Die Talsperre ist zugefroren. Doch breite Rinnen und dunkle Stellen in der großen beschneiten Fläche weisen darauf hin, dass die Eisfläche nicht begehbar ist. Darauf hatte auch die Landestalsperrenverwaltung kürzlich hingewiesen. Aufgrund des Wasserablaufs bilden sich zudem Hohlräume unter der Eisdecke - bei Betreten herrscht Lebensgefahr. Bis in den Nachmittag lockten strahlender Sonnenschein und der wolkenlos blaue Himmel Alt und Jung zum Spaziergang in Familie mit und ohne Hund. Auch die Ruine Stein - erreichbar auf gut beräumtem Weg - stand im Mittelpunkt des Interesses.