Eisbahn in Klingenthal bleibt geschlossen

Und täglich grüßt das Murmeltier - im Falle Klingenthals die (verhinderte) Kunsteisbahn. Auf Antrag von Stadtrat Klaus Grimm befasste sich das Gremium in der letzten Sitzung zum wiederholten Mal mit dem Thema.

 

Nach einem Brand der Eismaschine im vergangenen Jahr kann die Kunsteisbahn nicht mehr genutzt werden - und das wird vermutlich auch so bleiben. Schuld ist das nicht vorhandene Geld. Die Reparatur der Bahn sei schon aus touristischen Gründen notwendig, so Grimm, der außerdem die Notwendigkeit eines Gegenstücks zur Schönecker Skiwelt betonte. Der Argumentation schloss sich zwar das gesamte Gremium an, aber niemand konnte auch nur ansatzweise eine Geldquelle für die laut Grimm rund 120000 teure Reparatur ausmachen. Außerdem schwebt noch ein Damoklesschwert über der Stadt.

 

Bürgermeister Schneidenbach verwies nämlich darauf, dass wegen des Wegfalls dieses touristischen Objekts - damals Grund für die Förderung - sogar eine Rückforderung von Fördermitteln von rund 500 000 Euro anstehe, wozu ein Schreiben der Landesdirektion, dem früheren Regierungspräsidium, vom Oktober vorläge. Die Rückforderung würde der Stadt buchstäblich den Boden unter den Füßen entziehen, weshalb bereits die Kommunalaufsicht des Landkreises der Landesdirektion mitteilte, dass Klingenthal weder Geld für eine Reparatur habe noch eine Fördermittelrückzahlung leisten könne.

Klingenthal müsse darüber hinaus bis zum 11. Januar zu dem Thema eine ausführliche Stellungnahme mit Nachweisführung an die Landesdirektion einreichen. Neue Fördermittel, so stellte Schneidenbach klar, gäbe es nicht. Schließlich sei die Stadt selbst schuld, wenn sie zur Refinanzierung der Anlage keine Rücklagen gebildet hätte. Dabei ist jedoch anzumerken ist, dass die Stadt seinerzeit nicht Betreiber der Anlage war. Die Möglichkeit einer Nutzung als Spritzeisbahn bei kaltem Wetter bestände übrigens nicht, weil der Boden konstruktionsgemäß wasserdurchlässig sei.  H. S.