Eis ist Dauerbrenner

Plauen ist gerade eine Stadt nahe am Äquator. Mittags steht die Sonne so hoch, dass kaum der eigene Schatten sichtbar ist, umso erfrischender lässt sich leckeres Eis genießen, das die "Eiszauberer" mit Liebe und Phantasie produzieren. Wir fragten in der City bei einigen Profis in Sachen Genuss nach, wie das coole Geschäft im heißen Sommer läuft.

Plauen - "Ja, ich nehme mal eine Kugel von dem, und dann von dem und von dem. Ja, und von dem auch noch!" So eine Bestellung gibt es jetzt öfters, berichten die Leute hinter den Theken, in denen die kühlen Leckereien ausgestellt sind. Die Frage der Eismänner und Eisfrauen lautet: "In der Waffel oder im Becher?" Egal wie, die feinen Kreationen munden, es tropft, bei denen, die keine Könner beim Eisschlecken sind und es kommt nix weg, wenn es geübte Gourmets des Gefrorenen sind.

"Bei uns geht Joghurteis sehr gut und Drachenblüteneis und Holunder", verrät Ute Schuster, die Chefin vom Café Moné und dazu sagt sie gleich noch, dass wenig Zucker, keine Aromen und überhaupt viel Liebe und Hingabe zu den Zutaten bei ihr ins Eis kämen.

Im Café Müller rollen Kirsten Krause und ihre Kolleginnen Kugel um Kugel in die Waffel (oder in den Becher), gerade "brummt" der Laden mit Eis und Co. "Choco Noir ist ziemlich gefragt, aber auch fruchtige Sorten. Ich verrate Ihnen: ich mag am liebsten Nutellaeis", sagt die junge Frau lächelnd. Auch in der Eisbar in den Kolonnaden sind die Künstler kühler Kreationen eifrig dabei und froh über ordentlich Umsatz. "Viel Eis, ja, es wird gut gegessen", sagt Mandy Pieschel. Sie zählt allerhand Sorten auf, als wäre es eine Hitliste - oben anstehend neben den Klassikern Schoko, Vanille, Erdbeere: Zitrone-Basilikum. Und selbst? "Ich esse am liebsten Joghurteis und Milcheis." Im Café Trömel wird auch kühles, Selbstgezaubertes, kredenzt. Katrin Feitisch berichtet: "Holundereis aus eigener Produktion wird sehr gerne gewählt, es hat eine so feine, fruchtige Note und schmeckt dennoch nicht zu süß."

Unter all den eisverkaufenden Frauen in der City hat auch ein Mann ordentlich zu schaffen: Paulo Ribeiro. Der junge Mann steht Tag für Tag in der Stadtgalerie im Foyer an einem schönen, grün illuminierten Stand und hat mit feinem italienischen Akzent stets die charmante Frage parat: "Was für ein Eis darf es sein?" Er hat gut zu tun. Beim Besuch der Zeitung war das zu sehen, der Paulo hatte kaum Zeit zu antworten. Nur soviel: Mango, Joghurt, Zitrone und die Klassiker gingen wie geschnitten Brot.