Einweihung mit Prominenz

Der Erweiterungsneubau der Injecta GmbH wurde in Klingenthal eingeweiht. Mit der Zehn-Millionen- Investition wird die Tochter der Sarstedt AG gestärkt.

Von Helmut Schlangstedt

Klingenthal - Dieses erneute Bekenntnis des nordrhein-westfälischen Investors zum Standort Klingenthal hört man auch in Dresden gern. Ursprünglich war sogar ein Besuch des Ministerpräsidenten zur Einweihung geplant gewesen, doch der war terminlich verhindert. Aber Sachsen Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt hatte Zeit.
Injecta-Geschäftsführer Rudolf Glaß erläuterte in Anwesenheit von Sarstedt-Vorstandsmitgliedern und prominenten Gästen die Entwicklung der Injecta seit der Wende:
Nach Übernahme der Firma durch die Sarstedt-Gruppe auf Betreiben des Firmengründers Walter Sarstedt im Jahre 1990, der sich im Osten des Landes engagieren wollte, stand die Injecta zeitweise sogar vor der Insolvenz, denn die Qualität der Produkte entsprach in keiner Weise internationalen Anforderungen.
Doch bei Sarstedt erkannte man das Potenzial der qualifizierten Mitarbeiter und beschloss, die gesamte Kanülenrohrfertigung nach Klingenthal zu verlagern, womit ein bis heute anhaltendes dynamisches Wachstum mit gleichzeitiger Steigerung der Mitarbeiterzahl von ursprünglich 93 auf heute 243 begann.
Das schuf zugleich die Voraussetzungen für einen Neubau im Gewerbegebiet im Jahr 2000 einschließlich Reinraumfertigung. Bereits vor einigen Jahren zeigte sich aber, dass die bisherige Produktionsfläche von 9000 Quadratmetern für den weltweit steigenden Bedarf perspektivisch nicht mehr ausreichen wird, sodass im Jahr 2015 erste Vorarbeiten für einen Erweiterungsbau begannen. Die Grundsteinlegung für den Neubau mit 7000 Quadratmetern Fläche erfolgte am 3. Mai 2019.
Dem Vortrag folgte ein Betriebsrundgang, an dessen Ende dann auch Minister Schmidt in der Runde stand, der mit Rudolf Glaß und Sarstedt-Vorstandsmitglied Hans-Günter Klein das symbolische Absperrband zum Neubau an genau der Stelle zerschnitt, wo dieser nahtlos an den Altbau anschließt.
Nach einer Besichtigung einiger Räume ging es in den "Saal", den größten Raum des Neubaus, wo sich die Belegschaft versammelt hatte, um gemeinsam mit der Firmenleitung die Einweihung zu feiern und wo das Stadtorchester bis zum Abend für Unterhaltung sorgte. Hier erläuterte zuvor Sarstedt-Vorstandsmitglied Rainer Schuster dem Minister eines der Produkt-Flaggschiffe, das vielseitige Blutentnahmesystem S-Monovette, für das die Injecta die Kanülen zuliefert.
Kleine Episode am Rande: Zu Beginn der Feier stellte Rudolf Glaß die Ehrengäste unter Applaus der Belegschaft vor. Beim Namen Thomas Hennig gab es großes Gejohle wie auf dem Fußballplatz. Wo noch im Vogtland gibt es eine solche Sympathiebekundung für einen Bürgermeister?