Einsiedler starb wohl bereits vor sechs Jahren

Der Anfang Juni in einem Waldstück bei Falkenstein gefundene Tote ist vermutlich bereits vor sechs Jahren gestorben. Das ergab die rechtsmedizinische Untersuchung.

Falkenstein - Die Identität der verwesten Leiche aus einer Waldhütte bei Falkenstein ist nach einer DNA-Bestimmung zweifelsfrei geklärt. Wie schon vermutet, handelt es sich bei dem Toten um den 1957 in Quedlinburg geborene Thomas S., teilte die Polizei mit. Laut dem Gutachten sei er vermutlich um 2006 gestorben. Eine genauere Bestimmung des Zeitpunktes sei nicht mehr möglich. An dem Körper gebe es keine Anzeichen von Gewalteinwirkung.

Die Identifizierung gelang, nachdem zunächste eine alter Ausweis von Thomas S. in der Hütte gefunden wurde und daraufhin ein Verwandter seine DNA-Probe zur Verfügung gestellt hatte. Ein Jagdpächter hatte die menschlichen Überreste zufällig am 6. Juni in einer Waldhütte entdeckt. Da die Tür einen Spaltbreit offen stand, hatte der 32-Jährige nachgeschaut und war auch auf den Spitzboden geklettert. Dort machte er die grausige Entdeckung.

Wegen der für eine kühlere Jahreszeit bestimmten Kleidung der Leiche waren die Ermittler von Herbst oder Winter 2006 als wahrscheinlichem Todeszeitpunkt ausgegangen. Bei dem Toten waren Zeitungen aus jenem Jahr gefunden worden. Thomas S. war in den 80er-Jahren ins Vogtland gezogen, hatte ab Mitte der 90er-Jahre seinen festen Wohnsitz aufgegeben. Der Einsiedler lebte unauffällig in der Hütte nahe dem sogenannten Grenzweg. Er war zuletzt in Falkenstein amtlich gemeldet.

Das Häuschen, in dem der Tote gefunden wurde, war einst von Forstarbeitern als Schutzhütte errichtet worden und wurde seit mehr als zehn Jahren nicht mehr genutzt. Die Leiche lag auf dem schwer zugänglichen Spitzboden. Deshalb musste die Feuerwehr bei der Bergung Teile des Daches aufschneiden. Die Hütte wurde abgerissen. va