Einige Hinweise zum Raubüberfall an A 72

In einem Zwei-Minuten-Beitrag berichtete das ZDF am Mittwoch in seiner Sendung "Aktenzeichen XY: . . . ungelöst" über einen Raubüberfall an der Raststätte Vogtland der A 72 am 30. Juli dieses Jahres. Moderator Rudi Cerne hatte zwar keinen nachgestellten Filmbeitrag zu bieten, dafür aber Bilder von den Überwachungskameras am Tatort. Und Cerne beschreibt die Situation außerdem als ungewöhnlich, denn der Täter schlug zwar zu, forderte aber kein Bargeld und trug auch keine Maske.

Er habe an jenem Sommerabend kurz nach 22 Uhr seinen hellen Mercedes 190E, älteren Baujahres, betankt und sei dann auch an die Kasse gekommen. Im Raum habe sich zu diesem Zeitpunkt nur die 21-jährige Kassiererin befunden. Nachdem der Täter noch Kaugummis, eine Zeitung und Zigaretten genommen hatte, zückt er statt zu bezahlen eine silberne Pistole und meint: "Jetzt haben wir ein Problem." Laut Fernsehbericht habe er die Kassiererin daraufhin bedroht und sei in südwestliche Richtung geflüchtet. Seither fehlt von dem Mann jede Spur.

Cerne forderte die Zuschauer auf, sich bei der ermittelnden Kripo in Zwickau zu melden, falls jemand den Räuber auf dem Überwachungsbild erkannt hat. Er beschreibt ihn als 40 bis 45 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß, mit dunkelbraunen Haaren und einem Drei-Tage-Bart. Der Mann habe eine blaue Bomberjacke getragen und hochdeutsch gesprochen. Außerdem trug er an der rechten Hand einen Verband. Zwar sei der Schaden gering und außer einer geschockten Kassiererin auch niemand zu Schaden gekommen, bei dem Vergehen handele es sich aber trotzdem um schweren Raub, der mit mindestens fünf Jahren Haft geahndet werde, klärte Cerne am Schluss des Beitrages die Zuschauer auf.

Bis gestern sind bei der Zwickauer Kripo tatsächlich einige Hinweise zu dem geschilderten Fall eingegangen, denen jetzt nachgegangen wird. Ob jedoch eine heiße Spur dabei ist, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen.