Einer gegen den Rest des Rates

Pausa - Finanziert aus Mitteln des Konjunkturpaket II soll im Bereich der Schule für 202 800 Euro ein behindertengerechten Aufzug in der Grund- und Mittelschule noch in diesem Jahr eingebaut werden. Zweitens soll 2010 dort für 134 700 Euro das Brandschutzkonzept weiter umgesetzt werden. Die Eigenmittel dafür, je 20 Prozent, sollen mit dem Wegfall einer Reserve für den Bauhof und durch Einsparung von Mitteln im Vermögenshaushalt aufgebracht werden. Rund 67 500 Euro sind das. Das klopften die Stadträte am Montagabend fest - mit einer Gegenstimme: FWP-Stadtrat Christoph Floß hatte als einziger gegen dieses Vorgehen gestimmt - weil die Stadt Pausa in finanziellen Schwierigkeiten steckt. "Wenn mir über 450 000 Euro im Haushalt fehlen, dann habe ich auch kein Geld, Maßnahmen über das Konjunkturpaket anzuschieben", sagte der selbstständige Landwirt gegenüber unserer Zeitung. Den vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Herbert Streubel gemachten Vorschlag, den Eigenanteil durch Aufnahme von Krediten zu finanzieren und dafür Haushaltsmittel aufzusparen für weitere Maßnahmen erteilte CDU-Bürgermeister Ansorge eine Abfuhr. "Wir haben nichts mehr in der Reserve, weil wir alles zur Deckung des Fehlbetrages von 456 000 Euro benötigen", machte das Stadtoberhaupt klar und verwies dazu auf abzusehende Liquiditätsprobleme im III. und IV. Quartal, wozu zur Deckung ein Kassenkredit aufgenommen werden müsse. FWP-Fraktionschef Andreas Seidel vertrat die Meinung: "Die Maßnahmen über das Konjunkturpaket sind wirklich vorläufig, Priorität hat unser Haushalt." Eine wichtige Sache, die der Lehrer hier ansprach. Zumal am Montagabend weder über Veränderungen in der Höhe der Steuersätze kommunaler Abgaben noch über den konkreten Wegfall freiwilliger Ausgaben gesprochen wurde. An den zuletzt genannten wird Ansorge aber nicht vorbei kommen, was er schon verdeutlichte. Fakt ist und das sagte er gegenüber unserer Zeitung, "am 25. April wird der Frühlingsmarkt noch organisiert, das Badfest ist dagegen so gut wie gestrichen".  j. st.