Eine Reise in die Historie

Wie immer mitreißende Musik. Wie immer tolle Eislaufkunst. Wie immer der eine oder andere Wow-Effekt. Wie immer ein treffender Titel. Im 75. Jahr des Bestehens brilliert Holiday on Ice mit "Showtime".

Von Udo Hentschel

Zwickau - Seit 2002 strömt das Publikum zu "Holiday on Ice" in die Zwickauer Stadthalle. Hier war es also die 18. Auflage. Nicht zu vergleichen mit den 75 Jahren, die das diesjährige mit "Showtime" betitelte Eislaufspektakel für die Zuschauer Revue passieren lässt. Die Reise vom Heute und Jetzt in die Historie der Show beginnt mit einer Party und buntem Trubel auf dem etwa 700 Quadratmeter großen Eiskarree. Nebst einer Torte gibt's ein Album, in dem die Zeit anhand von Meilensteinen dieser Eis-Show-Geschichte zurückgedreht und schließlich in die Gegenwart geholt wird.
Es geht zurück zum 25. Dezember 1943, ins Hotel im amerikanischen Toledo, wo die Idee von Holiday on Ice entwickelt wurde. Es wird fleißig gecastet und jede Menge geprobt. Bereits da entwickelt sich die Liebe zwischen dem Show-Produzenten und einem Eissternchen. Fortlaufend von den beiden Hauptakteuren Colin Grafton und Valentina Marchei mit sowohl einfühlsamem Paarlauf als auch mit eissportlichem Können dargeboten. Absolut beeindruckend ist jedoch LED-Wand, eine gesamte Eislauffläche einnehmend. Auf ihr werden mit imposanten 3D-Bildern und Effekten die Themen und Choreographien nicht nur begleitet, sondern optisch optimal und meisterhaft unterstützt. Aber auch das auf dem Eis Gezeigte kann sich sehen lassen, wird mit Eislaufsachverstand vom Publikum mit rhythmischem Klatschen, Pfeifen, Stampfen und Bravo-Rufen immer wieder honoriert. Die Zuschauer werden mit auf die Reise genommen ins Reich der Mitte, mit den Kodo-Drummers nach Japan, in die Weiten von Russland, zu den Stierkämpfern nach Spanien, nach Indien oder auf die Insel England. Alles geschickt in Szene gesetzt mit Wurfaxel Todesspiralen und Pirouetten, hohen Einzelsprüngen und sogar einem Salto oder einem Sprung über auf dem Eis liegende kesse Blondinen. Per Schiff und Flugzeug geht's in die Metropolen der Welt. Eine Dampflok schnauft übers Eis. Ein düsterer Wald und umherschwirrende Vögel vermittelt mystische Stimmung.
Diese Show brilliert mit modernster Technik, facettenreichen Bühnenbildern, extravaganten Kostümen, unerwarteten Wow-Effekten wie einer Trapez-Nummer über blankem Eis, Bungee-Stunts und selbstverständlich einer nicht fehlenden Super-Nova, diesmal mit 26 Läufern.
Noch zu erleben am Samstag und Sonntag jeweils um 13 und 16.30 Uhr sowie letztmals am Montag, 16.30 Uhr.