Eine Kiste voller Freude

In vielen Kindergärten, Schulen und Kirchgemeinden des Vogtlandes wurden weihnachtlich verzierte Schuhkartons mit allerlei Geschenken voll gepackt.

Netzschkau - Warme Kleidung, Hygiene- und Pflegeartikel, Süßigkeiten, kleine Spiele, Malutensilien, Schmuck, Kuscheltiere und Puppen oder Autos - es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Dinge in einen kleinen Schuhkarton passen, wenn man ihn nur richtig packt.
Gudrun Appel aus Geilsdorf war Mitte der 1990er Jahre die Erste im Vogtland, die die Aktion von "Samaritians Purse" aufgriff, die Mitglieder ihrer Kirchgemeinde aufrief, Schuhkartons für Kinder in Not, in Kriegs- und Krisengebieten zu packen.
Mittlerweile gibt es viele solcher Sammelstellen im Vogtland- auch in Plauen und Reichenbach. Der Bad-Shop Stier in der Reichenbacher Bahnhofstraße verwandelt sich alljährlich im November zur Geschenke-Sammel-Stube. Hier geben die Menschen aus dem Nördlichen Vogtland ihre gefüllten Schuhkartons ab- auch für die Mitglieder der Kirchgemeinde Netzschkau war er dieses Jahr wieder Anlaufstation.
Ute Stier ist dankbar für die Unterstützung, die die Aktion nach wie vor erfährt - auch im 25. Jahr, trotz Corona-Pandemie.
326.591 Schuhkarton-Geschenke allein aus Deutschland wurden 2019 zu Kindern in Not gebracht - etwa in die ärmeren Länder Europas, wie Rumänien, Ukraine, Slowakai, Litauen, Lettland, Montenegro und Moldawien.
Dafür, dass in diesem Jahr eine ähnlich große Anzahl an Weihnachtsgeschenken zusammen kommt, arbeiteten Tausende Ehrenamtliche in 4800 Annahmestellen im deutschsprachigen Raum. ela