Einbrüche in Serie im Vogtland

Eine neue Einbruchserie im Vogtland? Eine Latte Diebstähle beschäftigt die Polizei - von Elsterberg bis Bad Brambach. Diebe sind in Bauhöfe, Firmen und andere Gebäude eingedrungen. Sie entwendeten Geld und Autos, Computer und Lebensmittel.

Elsterberg/Bad Brambach - Die Polizei geht von mehreren Tätern aus. "Es spricht einiges dafür, dass es zusammenhängt", sagte ein Sprecher. Aus einer Firma an der Herlasgrüner Straße in Treuen fehlt Bargeld. In Bad Brambach schnitten die Täter den Zaun einer Getränkefirma auf, knackten Büros und entwendeten Geldkassetten sowie zwei Laptops. In Coschütz bei Elsterberg brachen die Täter in Gebäude der Agrargenossenschaft am Losaweg ein: Hier fehlen Bargeld - und Wurst aus dem Kühlschrank. Die Ganoven suchten auch Sportlerheim und Bauhof heim, die sich in einem Objekt an der Sporthalle befinden: Hier fehlt ein geringer Bargeldbetrag - und ein weißer Dacia Logan.

Sportler hatten am Sonntagvormittag den Einbruch ins Sportlerheim bemerkt: Die Außentür war aufgehebelt. Vermutlich waren die Täter mit einem VW-Transporter des Pöhler Bauhofes "angereist", in den sie zuvor eingebrochen waren. Im Sportlerheim gelangten die Täter über den einzigen Zugang in die sich anschließende Außenstelle des Bauhofes im alten Schwimmbad. Im Bauhof wurde das Tor von innen geöffnet - und die Täter konnten abfahren. Frau Trommer beziffert den Schaden am Gebäude mit etwa 2000 Euro, das gestohlenen Fahrzeug mit 8.000 Euro; hinzu kommt ein Freischneider für 600 Euro auf der Ladefläche des verschwundenen Autos.

Am Sonntagnachmittag machte in Jocketa die Nachricht vom vierten Einbruch in den Bauhof die Runde. Einwohner von Coschütz hatten das Bauhof-Auto am Gänsteich gefunden. "Glück im Unglück", kommentierte Bauhofleiter Ronald Melitzer. Der Schaden an Türen und Fenstern stehe zwar in keinem Verhältnis zum Diebstahlsschaden, aber wenigstens sei der VW- Transporter wieder da. Die Diebe waren durch das gesamte Schulhaus gezogen. "Sämtliche Schränke, Schreibtische und Behälter wurden durchwühlt, die Kaffeekasse ist jetzt leer", sagt Melitzer. Jetzt hofft er auf den Bau einer Halle. "Bisher stehen unsere Fahrzeuge im Freien, das ist wie ein Selbstbedienungsladen." j.st./ker