Ein Traumhaus mit 106 Fenstern

Noch stehen Katrin Schatz und Henry Simanski auf einer Baustelle. Eine alte Fernwärme-Umformerstation soll ihr künftiges Traumhaus werden. Der Vogtland-Anzeiger begleitet die Plauener beim Bau.

Plauen - Im Kopf haben Katrin Schatz und Henry Simanski ihr neues Domizil bereits bezogen. Wie sie sich einrichten wollen, steht längst fest: "Es ist alles eingeräumt und verplant", sagt die 47-Jährige. Doch bis der Umzugstransporter vor der Tür steht, werden noch einige Wochen vergehen. Im Frühjahr ist der Einzug geplant.

Rückblick: Mitte November hatten wir zuletzt über das wohl außergewöhnlichste Wohnprojekt im Vogtland berichtet. Damals lief der Rohbau auf Hochtouren. Der zeitige Wintereinbruch mit Eis und Schnee brachte wenige Tage später den Zeitplan auf der Baustelle etwas durcheinander. Bis Mitte Dezember zog sich deswegen der Einbau der XXL-Fenster auf allen Etagen hin. Die gesamte Hausfassade besteht aus Glas. Insgesamt sind 106 Scheiben eingebaut worden. "Das sind fünfeinhalb Tonnen Glas", sagt Henry Simanski von der gleichnamigen Firma für Haustechnik. Das Unternehmen befindet sich gegenüber der ehemaligen Fernwärmestation an der Reißiger Straße. Auf Arbeit wird es künftig ein Katzensprung für den Geschäftsführer sein.

Das markante Glashaus mit rund 240 Quadratmetern Wohnfläche weckt bereits vor seiner Fertigstellung die Neugier. Täglich bleiben Fußgänger und Grüppchen auf der Straße stehen und verfolgen interessiert das Baugeschehen. Und wer rein darf, ist begeistert. Aber zwei Fragen bekommen Katrin Schatz und Henry Simanski bei Rundgängen immer als erstes gestellt: "Wer putzt das alles?" und "Wie macht ihr das mit der Privatsphäre bei den vielen Glasscheiben?".

Die beiden Häuslebauer vertrauen bei ihrem Projekt auf Plauener Firmen. Eine Ausnahme bildet der geplante Fahrstuhl. Hier werde Technik aus Reichenbach eingebaut. Möglich ist das Vorhaben aber auch nur durch die Stunden an Eigenleistungen, so Henry Simanski. Viele Gewerke konnten inzwischen abgeschlossen werden. Das Dach ist zu, die Rohre für Abwasser und Heizung sind verlegt und die Trockenbauwände stehen ebenfalls bereits. Die Deckenhöhe beträgt je nach Etage zwischen 2,70 Meter und 3,05 Meter.