Ein Preis, ein Los und viele Reden

Erstmals verleiht der Elsterberger Gewerbeverein zu seinem Neujahrsempfang einen Ehrenpreis: Den erhält Gemeindewehrleiter Volker Strobel.

Elsterberg - Die Vergabe eines Ehrenpreises, eine Spendensammlung, der Auftritt eines Comedians, gutes Essen und auch Reden. Das wurde am Samstag im Elsterberger Vereinshaus "Burgkeller" geboten. Dort fand der Neujahrsempfang des Vereins zur Förderung und Pflege von Gemeinwesen, Jugend, Tradition und Kaufmannschaft Elsterberg, kurz vom Gewerbeverein, statt. Gastgeber und Vereinsvorsitzender Sven Haller begrüßte Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU) und Landtagsabgeordneten Stefan Hösl (CDU) sowie Gewerbetreibende aus der Stadt, Mitglieder des Stadtrates und Vertreter Elsterberger Vereine.
Neuland betrat Vereinschef Sven Haller in diesem Jahr einmal mit der Verleihung eines Ehrenpreises und mit der Spendensammlung zu Gunsten eines örtlichen Vereines. Den Ehrenpreis erhielt Gemeindewehrleiter Volker Strobel. "Volker Strobel begann mit acht Jahren in der AG ‚Junge Brandschutzhelfer‘ und damit mit der Arbeit im Ehrenamt Feuerwehr", so Haller. Seit 1999 führt er die Wehr Elsterberg als Wehrleiter und seit drei Jahren ist er der Chef aller sieben Elsterberger Ortsteilfeuerwehren. "Der Preis ist mit 500 Euro dotiert und soll ab sofort jährlich an Menschen vergeben werden, die sich ehrenamtlich zum Wohle der Stadt Elsterberg einsetzen", plant der Vereinsvorsitzende für die Zukunft.
Nach der Preisverleihung war vor dem Comedian-Auftritt des Leipzigers Klaus Petermann. Er hatte sein Programm "Kenne Si' sächssch" und verschiedene Verse der Leipziger Mundartdichterin Lene Vogt mitgebracht. Viel zu lachen und reichlich Beifall gab es dafür.
Mit der spontanen Spendensammlung zu Gunsten eines Elsterberger Vereines hatte der Vorstand des gastgebenden Vereins eine weitere Neuerung und so eine tolle Überraschung für die Besucher des Neujahrsempfangs bereit. 503 Euro sind dabei zusammengekommen, konnte Sven Haller nach dem Rundgang mit der "Sammelbüchse" durch die Reihen im Saal bilanzieren. Yvonne Magwas zog aus dem großen Topf mit den Losen, auf denen die Vereinsnamen standen, den Verein, der die Spendensumme erhalten sollte. Sie ging an den Vogtländischen Heimatverein Elsterberg. Dessen Vorsitzender Karsten Zeller nahm das Geld entgegen, bedankte sich und nannte die Verwendung: "Das Geld wird für unseren Eigenanteil bei der weiteren Sanierung der Burgruine eingesetzt".
Ach ja, geredet wurde auch noch. Einmal an den Tischen und auch auf der Bühne. Nach der kurzen Hallerschen Eröffnung blickte Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) auf das Stadtgeschehen in den vergangenen Monaten zurück. Er nannte die umgesetzten Maßnahmen und viele Zahlen für die dazu eingesetzten Gelder. Mit der Sanierung der Sanitärräume in der Kita "Zitronenbäumchen" und der Sanierung der großen Mauer im Eingangsbereich der Burgruine sollen davon nur zwei genannt werden. Der Stadtchef blickte aber auch in dieses Jahr. Da will er rund eine Million Euro inklusive Fördergelder in die Hand nehmen, um mehrere Maßnahmen umzusetzen. Die Nerven behalten und ruhig bleiben müssen dabei die Freunde des Waldbades im Tremnitzgrund. In dessen Becken wird im Frühjahr nach 25 Jahren Badebetrieb die Folie ausgewechselt. Bauroth bat um Verständnis, er rechnet mit einer Fertigstellung/Badöffnung nicht vor Juni 2019. Weiter nannte er die Fertigstellung der Treppe am Turm der Burgruine und die Anschaffung eines Feuerwehrautos als Vorhaben. Dazu sollen auch die kostengünstige Erschließung von Baugrundstücken, der Bau einer Sporthalle oder das Kleingartenentwicklungskonzept angegangen werden.
Gewerbevereinschef Sven Haller dankte allen im 45 Mitglieder zählenden Verein und den Helfern für deren aktive Mitarbeit bei den Veranstaltungen. Diese sollen, wie das Schmücken des Osterbrunnens, das Brunnenfest oder der Weihnachtsmarkt auch 2019 wieder über die Bühne gehen.    Jürgen Stefaniak