Ein Mal zu Fuß um die Welt

Hof - Forrest Gump läuft im gleichnamigen Film mehrere Jahre durch die USA. Darüber kann Robby Clemens nur müde lächeln. Er umrundete zu Fuß den Globus.

 

Der World-Runner Robby Clemens berichtet am Donnerstag, 10. Februar, ab 19 Uhr, in der Stadtbücherei Hof, Wörthstraße 18, über seine Erlebnisse beim Lauf rund um den Globus. Clemens war am 3. Januar 2007 zu einer Weltumrundung zu Fuß aufgebrochen. Am 9. November des gleichen Jahres lief er in Berlin durch das Brandenburger Tor. Zwischen Start und Ziel lagen exakt 13 262 Kilometer - oder anders gesagt, mehr als 314 Marathons in 311 Tagen, auf vier Kontinenten in 27 Ländern.

In seiner etwa zweistündigen Veranstaltung wird Robby Clemens von seinen spektakulären Eindrücken berichten. Er erlief sich Orte und Sehenswürdigkeiten wie die Felsenstadt Petra, die ägyptischen Pyramiden, das indische Taj Mahal und den Grand Canyon in Arizona, überquerte am Bosporus die Grenze zwischen Europa und Asien, joggte durch die Hitze in Indien und Vietnam und traf auf diesem Wege mit vielen interessanten Menschen zusammen.

Über Höhen und Tiefen während dieses einzigartigen Selbsterfahrungs-Trips wird er anhand von Fotos und einem Film berichten. Den höchsten Punkt der Strecke erreichte er auf dem Cottonwood-Pass in den USA mit 12 126 Fuß über dem Meeresspiegel, den tiefsten Punkt mit 420 Meter unter Null am Toten Meer. Mit 51 Grd Celsius im Schatten war es im kalifornischen Death Valley, dem Tal des Todes, am heißesten, seinen persönlichen Kältepol erlief sich Clemens in der Türkei, als das Thermometer minus 17 Grad Celsius anzeigte. Hochs und Tiefs - damit sind aber auch die Probleme und Erfolge unterwegs gemeint, beispielsweise im tschechischen Kladno, als große Teile der Ausrüstung gestohlen wurden, oder als Robby beim Lauf durch Ungarn und Rumänien von Verletzungen geplagt wurde.

Kraft schöpfte er bei seinem Lauf aus dem täglichen Erfolg, wieder einen Marathon absolviert zu haben und vor allem aus Begegnungen mit Menschen rund um den Globus. Robby Clemens und sein Team wurden in vielen Städten und Dörfern begeistert als laufende Botschafter Deutschlands empfangen, eine deutsche Fahne war immer dabei. Er trainierte in Syrien mit Behinderten, besuchte in Indien Nomadenkinder, war erschüttert von My Lai und begeistert vom Grand Canyon und traf in Oberhof deutsche Biathleten.

Den emotionalen Höhepunkt des gesamten Laufes aber bildete mit Sicherheit das Wiedersehen mit Frau und Tochter, als der Läufer mit seinem Team nach zehnmonatiger Trennung wieder nach Deutschland zurückkehrte. va