Ein Hauch von Broadway

Eine große Musicalrevue unter dem Titel "Best of Broadway" erlebten am Sonntagabend bereits zum zweiten Mal die Besucher im prall gefüllten König-Albert-Theater.

Bad Elster Die Musical Company Leipzig präsentierte in ihrer Show einen spritzig inszenierten und überaus unterhaltsamen Querschnitt aus mittlerweile hundert Jahren Musicalgeschichte. Gleich zu Beginn präsentierte Angelina Arnold das Titellied der "Mutter alles Musicals". "Cabaret" aus dem gleichnamigen Musical und Film, der einst Lisa Minelli zum Superstar machte, brachte die quirlige Musical-Sängerin auf die Bühne - live unterstützt von den Musikern des Chursächsischen Salonorchesters unter Leitung der Pianistin Lora Kostina von der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Carla Infante und Cora Lang sowie Michael Beck von der Leipziger Musical Companie nahm sie die Besucher mit auf eine Musical-Zeitreise, die natürlich auch die üblichen Broadway-Gassenhauer enthielt - so die legendäre "West Side Story", die Leonard Bernstein auf Basis von Shakespeares "Romeo & Julia" vertonte. Weitere Höhepunkte folgten Lied auf Lied: Stücke aus dem "Tanz der Vampire" auf Basis des Meat Loaf-Klassikers "Objects In The Rear View Mirror" und aus "Mozart", dann sang Carla Infante "Over the Rainbow" aus dem "Zauberer von Oz". Natürlich widmete man sich auch modernen Stoffen. "Lass jetzt los" aus dem Musical-Familienfilm "Die Eiskönigin" durfte im Programm natürlich nicht fehlen.
Auch Cole Porters Musical-Schaffen wurde mit einem Lied gewürdigt. "Schattenland" aus dem "König der Löwen" und gleich mehrere Hits aus "Elisabeth" riefen beim Publikum Begeisterungsstürme hervor, ebenso wie die nette Performance zu "Zahnarzt" aus dem Musical "Der Kleine Horrorladen" und ein kleiner Einblick in den Klassiker "Starlight Express", der seit 1988 in Bochum die Musicalfans begeistert. Einen Ausflug in die 90er Jahre, als man das Musical "Bankok" und "Chess" zum Erfolg führte, hatte großes Hitpotenzial. Und natürlich durfte auch nicht "Memory" aus dem Musical "Cats" fehlen, wenngleich Angelina Arnold ein wenig das Stimmvolumen für diesen Part fehlte. Generell waren die Gesangs- und Musizierleistungen auf absolutem Top-Niveau, das die vier ausgebildeten Musical-Sänger dann auch noch miti zwei gefeierten Zugaben unter Beweis stellten. "Mamma Mia" aus dem gleichnamigen ABBA-Musical und "Singing in the Rain", dargebracht in einem grandiosen dreistimmigen Satzgesang, beendeten einen wundervollen Abend. Wer den grandiosen Musicalabend verpasst haben sollte, muss sich jedoch nicht ärgern. Die Top-Künstler können Fans des Genres noch dreimal in diesem Jahr im Elsteraner König-Albert-Theater erleben - und zwar am 18. April, dem 16. Mai und dem 28. Juni.                 ecki