Ein Elsterberger bei den "Eispiraten"

Elsterberg - Dem Elsterberger Rene Rudorisch dürfte kürzlich ein Stein vom Herzen gefallen sein - als "seine" Spieler von den "Eispiraten" Crimmitschau den Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga perfekt gemacht hatten. Der Grund für die Erleichterung von Rudorisch ist dabei ganz einfach - er ist seit 2008 Geschäftsführer bei dem Team aus Westsachsen.

Lange Zeit galt seine sportliche Liebe dem Fußball - bis 2007 jagte er dem runden Leder hinterher. In diesem Jahr hatte er bereits das Abitur in der Tasche, hatte bei der Bundeswehr Panzer gefahren und in Leipzig Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Sportmanagement studiert.

Erst als Angestellter, dann als Prokurist und seit 2008 als Geschäftsführer ist Rene Rudorisch bei den Crimmitschauer Eishockeypielern - dem Aushängezeichen der Stadt - tätig. Zu den "Eispiraten" kam er während eines Praktikums. Dort lernte der 31- Jährige auch seine Freundin Christina Bernhardt kennen. Die Plauenerin ist sein "Rückhalt im oft stressigen Alltag". Sie studiert derzeit in Leipzig Lehramt Mathematik/Deutsch (Mittelschule) und war schon bei den Cheerleadern des Crimmitschauer Clubs aktiv.

"Ich habe schon immer für und mit dem Sport gelebt", erzählte Rudorisch, der somit sein Hobby jetzt auch zu seinem Beruf gemacht hat. Durch seinen Vater Joachim, einst Mittelfeldspieler bei Chemie und Einheit Elsterberg, kam er zum Fußball. Da durchlief er alle Nachwuchsabteilungen von Einheit Elsterberg. Rudorisch spielte in der Bezirksliga und war bei einem Pokalfinalsieg als Mannschaftskapitän der A-Jugend dabei. Ein Ausflug während der Schulzeit zum Triathlon und der Abschluss der Fußballlaufbahn mit einem Spiel gegen Energie Cottbus steht ebenfalls in seinem Lebenslauf.

Schon seit Juni 2007 ist Rudorisch für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb der Eispiraten, einer GmbH, zuständig. Derzeit verfügt der Club, bei dem 21 Spieler sowie noch sechs Mitarbeiter (Trainer, Übungsleiter, Mitarbeiter in der Sportsbar und im Büro) sowie acht Pauschalkräfte tätig sind, über einen Etat von 1,6 Millionen Euro.

Sportlich kämpfte das Team in der abgelaufenen erneut um den Klassenerhalt - und das wiederum erfolgreich. "Unser Ziel ist es, uns in den kommenden drei Jahren fest zu etablieren. Dazu gehört natürlich die weitere finanzielle Stabilisierung des Vereins", spricht Rene Rudorisch abschließend über seine Hauptaufgabe.  j. st.