Ein Block für ältere Mieter

Die Wohnungsbaugesellschaft Bad Elster baut den Wohnblock 63 "Am Kuhberg" für ältere Menschen um. 54 altersgerechte Wohnungen mit Betreuung und Tagespflege entstehen. Betreiber des Wohnblocks wird wie bei einem Vorgängerprojekt die Diakonie sein.

Bad Elster Die Wohnungsbaugesellschaft stelle sich dem demografischen Wandel im ländlichen Raum mit einem ehrgeizigen Projekt, sagt Geschäftsführerin Gabriela Haas-Zens. Die Nachfrage für den Sektor des betreuten Wohnens wächst stetig. Schon im Jahr 2012 baute die Gesellschaft den Plattenbaublock Nummer 70 Am Kuhberg zum seniorenorientierten Wohnen um. Nun erweitert sie das Angebot um einen weiteren Block-Umbau mit 54 Wohneinheiten und einer zusätzlichen Tagespflege. Von den 54 Wohnungen werden 40 zu 35 Quadratmeter großen Einrauamwohungen mit abgetrenntem Schlafbereich, neun zu Zweiraumwohungen (50 bis 56 Quadratmeter) und fünf zu Dreiraumwohungen (bis 73 Quadratmeter). Das Betreuungs- und Pflegeangebot übernimmt, wie auch im ersten Projekt, der Kooperationspartner die DGS-Diakonie Gesellschaft Sachen gGmbH.
"Das wird kein Schnellschuss, sondern ist lange und gut überlegt. Wir tragen uns seit 2018 mit den Gedanken. Es soll auch ein Signal in der heutigen Zeit sein", erklärt Gabriela Haas-Zens. Mit den umfangreichen Baumaßnahmen soll in Kürze begonnen werden und die Fertigstellung ist auf Mitte 2021 geplant. Mit dem Umbau des Blockes Nummer 70 hatte die Wohnungsbaugesellschaft beste Erfahrung gemacht. Alle 46 altersgerechten Wohnungen sind seit 2018 vermietet. Statt Leerstand gibt es Wartelisten. Weil die Wohnungen bestens nachgefragt sind, geht die Wohnbau nun mutig den Ausbau des nächsten altersgerechten Blocks an. Die Planungsstudie durch das Büro Plankonzept GmbH liegt nun vor. Im Erdgeschoss entsteht eine Tagespflege nebst Gemeinschaftsraum. Darüber liegen die barrierefrei gestalteten 54 Ein- bis Dreiraumwohnungen. Der Umbau kostet 5,5 Millionen Euro. Eine Investition, die sich lohnen soll, konnte doch der Wohnblock 63 zuletzt nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Zu viele Einraumwohnungen standen leer. Zuletzt waren nur noch 25 Wohnungen vermietet. Diese Mieter sind nun in die ebenfalls leerstehenden, aber frisch sanierten Wohnungen im Nachbarblock Nummer 62 umgezogen. Damit gibt es auch dort weniger leerstehende Wohnungen, benennt Gabriela Haas-Zens einen postitiven Nebeneffekt. Derzeit stehen in den Blocks der Wohnungsbau GmbH 9,3 Prozent der Wohnungen leer. Große Hoffnung, den Leerstand zu kompensieren, setzt das Unternehmen daher auf den zunehmenden Bedarf alersgerechter Wohnungen. Laut Statistik ist im Jahr 2030 jeder dritte Ostdeutsche älter als 64 Jahre und bereits in diesem Jahr sind 8,8Prozent der Bevölkerung über 80 Jahre. Für denUmbau des Blocks 63 zum Service-Wohnen "Waldblick Haus II" liegt von der Sächsischen Aufbaubank ein Förderbescheid vor. cze