Eier vom Zarewitsch

Das wohl prachtvollste Osternest des Vogtlandes wird in Auerbachs Stadtmuseum präsentiert. Unter dem Motto "Der russische Zar und die Fabergé-Eier" werden rund 600 dieser Schmuckstücke in der Osterausstellung gezeigt.

Von Hagen Hartwig

Auerbach -   Natürlich sind es "nur" sogenannte Repliken, also Nachbildungen. Die millionenschweren Originale würden das Versicherungs-Budget des Heimatmuseums sprengen. Trotzdem lohnt es sich, die detailreichen Schmuckstücke zu bestaunen, die Edith Breitkreuz zur Verfügung stellte. Die Sammlerin aus Gotha besitzt rund 11 000 Fabergé-Repliken, hat aber auch ein Faible für kunstvolle Osterhasen, Eierbecher und Osterausstellung-Postkarten. 
"Der russische Zar Alexander III. ließ sich im Jahr 1885 von seinem Hofjuwelier Carl Fabergé ein besonderes Schmuckstück anfertigen: ein edles Überraschungs-Ei mit einem Dotter aus Gold. Das Ei lässt sich öffnen. Im Inneren befindet sich eine ebenfalls aus Gold gefertigte Henne mit Augen aus Rubin. Der Zar schenkte das wertvolle Stück seiner Frau", weiß Edith Breitkreuz zu berichten. Jahre später folgte Zarensohn Nikolaus II. dem Brauch seines Vaters und so entstanden im Laufe der Zeit 50 kaiserliche Fabergé-Eier in einem unschätzbaren Wert.
Die millionenschweren Originale befinden sich heute in den Händen einiger sehr vermögender, Sammler. Schon früh entstanden daher Nachbildungen, die einen Eindruck von diesen unschätzbaren Unikaten vermitteln. 
Auch die im Besitz von Edith Breitkreuz befindlichen Repliken gehören dazu. "Als ehemalige Kunsterziehungs-Lehrerin war ich schon recht früh von der Schönheit der Fabergé-Eier begeistert. Gemeinsam mit meinem Mann Waldemar haben wir uns in den letzten 45 Jahren eine stattliche Sammlung aufbauen können", so Frau Breitkreuz.
Eine Auswahl ihrer schönsten Schmuckstücke stellt die Sammlerin leihweise dem Museum zur Verfügung. In der oberen Etage des Museums werden diese, gut beleuchtet und hinter Glas, präsentiert. Nur das fachkundige Auge bemerkt den Unterschied zwischen dem Original und der Nachbildung. Für das Betrachten der Fabergé-Repliken sollte man ausreichend Zeit mitbringen. Es gibt viele Details zu bewundern.