Eichigter Körner-Denkmal auf Reisen

Nicht erst seit gestern bemüht sich Eichigts Gemeindeverwaltung, das Körner-Denkmal an seinen "richtigen" Platz zu versetzten. Jetzt ist es geschafft. Der gut zweieinhalb Tonnen schwere Stein mit Gedenktafel hat unterhalb der Körner-Linde - dickster Baum des Vogtlands - seinen endgültigen Bestimmungsort erreicht.

 

Der uralte Baum erinnert an den Aufenthalt des deutschen Nationaldichters Theodor Körner und "seines" Lützow?schen Freikorps im Jahr 1813 in Eichigt. Am 8. Juni 2003 war das Denkmal von der Interessensgemeinschaft Lützower Freikorps Leipzig unterhalb des oberen Pfarrteichs aufgestellt worden. Ein Zusammenhang mit der legendären Linde, die an glühenden deutschen Freiheitskämpfer und Dichter erinnert, war von dieser Stelle aus nur schwer erkennbar. Daher der Wunsch, den Stein an den Fuß des Baumes umzusetzen. Mit Unterstützung von Spezialtechnik der Agrofarm 2000 Eichigt hat das Team um den Bergener Maurermeister Falk Geigenmüller das jetzt geschafft. Besonders schön: Nach dem Fällen von drei morschen Bäumen am Pfarrteich zeigt sich die Linde dem Betrachter von der Straße aus wieder in ihrem beeindruckenden Größe und Schönheit.

Auf den Tafel steht: Hier rasteten Lützow?s Jäger vom 8. bis 9. Brachet 1813 unter der Führung von Theodor Körner. Kirchliche Aufzeichnungen in der Chronik der evangelischen Gemeinde belegen diese Zahlen. Einiges Interessante haben die Recherchen um das Lager von Lützwo?ws verwegenen Jägern in Eichigt dem Dunkel der Vergangenheit entrissen. Die Kämpfer gegen napoleonische Besatzung und für einen deutschen Nationalstaat haben vor fast 200 Jahren wahrscheinlich nicht unterhalb der jetzigen Körner-Linde gelagert, sondern weiter oben in der Mitte des Dorfes. Der Umfang des Baumes misst in der Höhe von einem Meter über dem Boden 7,55 Meter, direkt über dem Boden 8,90 Meter.  C.S.