Eibe Hinrichs kandidiert für keine Ämter mehr

Der seit 2005 für die FDP Vogtland, ab 2008 für die FDP Bayern (fraktionslos) im Stadtrat Plauens sitzende Dr. Eibe Hinrichs wird nach eigenen Aussagen nicht mehr für das Stadtparlament und auch nicht mehr für den Sächsischen Landtag kandidieren.

 

Hintergrund sei, dass er aufgrund seiner beruflichen Situation - Hinrichs ist Mitglied des Vorstands der Kliniken Nordoberpfalz AG, Weiden - zukünftig die Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse nur noch vereinzelt wahrnehmen kann. Obwohl er sich gerne und vehement mit anderen Stadträten - auch in seiner eigenen Partei - angelegte, habe ihm das Engagement für die Stadt Plauen Spaß gemacht.

 

Problematisch empfindet er, dass die Kreisreform und der damit verbundene Verlust der Kreisfreiheit Plauens für Entscheidungen des Stadtrats kaum noch Spielraum lassen. "Das, was wir entscheiden sollen, kann man kaum noch als "richtungweisend" bezeichnen. Das Sagen hat der Vogtlandkreis, oder besser: Dr. Tassilo Lenk. Denn, was der Landrat sagt, wird oft - wenn auch kritisierend - umgesetzt. Was soll man da noch als Stadtrat Plauens bewegen oder gestalten? Nicht mehr viel. So hat es ja die CDU in Dresden und im Vogtland immer gewollt."

In einem Punkt hätte er nicht nachgeben sollen, so Hinrichs. Als damals der Verwaltungsrat der Sparkasse Vogtland mit Mitgliedern des Stadtrats besetzt wurde, hätte er kandidieren sollen. Die PDS hatte ihn vorgeschlagen, aber Hinrichs habe sich dem Fraktionsdruck der FDP gebeugt. "Das passiert mir nicht noch einmal." Zum einen, weil er selbst entscheide, wofür er kandidiere und zum zweiten, weil die Entscheidung, Stadtrat Hansjoachim Weiß (CDU) in das Gremium zu wählen, falsch war und zumindest eine Gegenkandidatur notwendig gemacht hätte. Der Beitritt zur Sachsen-Finanzgruppe war ebenfalls ein Fehler. Die Hintergründe und das Engagement der Sparkasse im Rahmen der Finanzkrise ist zu klären und öffentlich zu machen."

"Wer ein politisches Amt will, sollte wissen, dass er viel Zeit und Nerven braucht. Für Arbeitnehmer eine Herausforderung und eine Anstrengung, wenn man eine eigene Meinung vertreten und nicht zum Ja-Sager seiner Partei werden will. Mitläufer, Meinungslose und Nichts-Sager in der Politik gibt es schon genug.", meint der Liberale.