Ebbe in der Talsperre Pöhl

Die Talsperre Pöhl hat derzeit so wenig Wasser wie seit rund 14 Jahren nicht mehr. Fehlender Niederschlag und kaum Schnee im Winter haben den Wasserpegel um gut 1,50 Meter absinken lassen.

Die Bauarbeiten an der Sperrmauer haben dagegen keinen Einfluss auf den Wasserstand der Talsperre, informiert Katrin Schöne, Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung Sachsen. Problematisch ist der niedrige Wasserstand nicht - nur der Weg zum Wasser ist länger geworden. An der Anlegestelle der Fahrgastschiffe musste der Zugang zum Schiff in den letzten vier Wochen um mehr als zehn Meter in Richtung Wasser verlegt werden, sagt Schiffskapitän Udo Richter. Der Schiffsbetrieb sei nicht gefährdet, selbst wenn der Wasserstand noch weiter sinken würde.

Die Talsperre Pöhl ist stellenweise bis zu 42 Meter tief. Eine besondere Gelegenheit bietet sich durch das Niedrigwasser für Besucher: Derzeit ist es möglich, die Talsperre entlang des Uferbereiches ohne Hindernisse zu umwandern. Trotzdem hoffen die Verantwortlichen, dass in den nächsten Wochen noch genügend Niederschlag fällt, damit das "Vogtländische Meer" seinen normalen Wasserpegel zur Badesaison wieder erreicht. mar