Durcheinander mit 60 Beinen

Rita Seidel, Pächterin des Jagdreviers Rodau in der Gemeinde Rosenbach, meldet die Geburt von 13 Jagdhunden. Die künftigen Besitzer wohnen in ganz Deutschland und sogar in Schweden. Auch die Polizei zeigt Interesse.

Von Jochen Pohlink

Rodau/Reumtengrün -  Rita Seidel ist Jägerin und zudem - seit 2011 - als Züchterin von Rassehunden erfolgreich. In ihrem "Zwinger vom Rosenbach" in Reumtengrün bei Auerbach gab es zahlreichen Nachwuchs: Ihre zwei Bayerischen Gebirgsschweißhündinnen brachten Ende September insgesamt 13 kleine Welpen zur Welt.
"Bei der Zucht dieser auf die Nachsuche kranken oder beschossenen Wilds spezialisierten Hunderasse kommt es darauf an, die prägenden Eigenschaften der Eltern an den Nachwuchs weiterzugeben. Deshalb werden zur Verpaarung der Hündinnen die besten Zuchtrüden des Deutschen Schweißhundeverbandes herangezogen, um optimale Zuchtergebnisse zu erreichen", erklärt die Züchterin.
Seit der Geburt sei man zunächst 24 Stunden täglich gefragt, um sich um das Wohlergehen der Welpen und der Mütter zu kümmern. Der Zeitbedarf für die Fürsorge ändert sich auch kaum, wenn die jungen Tiere anfangen, ihre Umwelt in der Wurfkiste zu erkunden und dann beginnen, miteinander zu spielen und zu raufen. "Stets muss man dafür sorgen, dass es im Übermut nicht allzu toll wird und es zu ernsthaften Verletzungen kommt."
Nun sind die Welpen aus dem Gröbsten heraus und der Tierarzt nimmt die noch ausstehenden Untersuchungen zur Vermittlung an die neuen Besitzer vor.
"Alle Welpen sind bereits vermittelt und werden Ende des Monats von ihren zukünftigen Herrchen und Frauchen abgeholt. Die kommen nicht nur aus allen Gegenden Deutschlands, sondern sogar aus Schweden. Neben privaten Abnehmern, die ihren Hund meist als Jagdbegleiter führen, steigt die Zahl ,gewerblicher‘ Kunden bei der Polizei und den Rettungsorganisationen seit Jahren an. Auch dort werden die Tiere zur Fährtenverfolgung und zum Auffinden von verschütteten Opfern nach Lawinen- oder Murenabgängen beziehungsweise eingestürzten Gebäuden ausgebildet und eingesetzt", sagt die Züchterin.
Rita Seidel ist nicht nur bei der Nachzucht der Hunderasse erfolgreich, sondern seit langer Zeit im Deutschen Schweißhundeverband als Schatzmeisterin und als Richterin bei Schweißhundeprüfungen tätig. Als aktive Jägerin musste sie gegenwärtig etwas Kürzer treten und auch ihre Mitwirkung bei den "Plohnbachtaler Jagdhornbläsern" zurückstellen, ist abschließend zu erfahren.