"Duckomenta" mit einem Hauch Monet und da Vinci

Plauen  Am heutigen Dienstag schauen gleich drei Kindergruppen im Vogtlandmuseum durchs Schlüsselloch: Kinder des Hortes der Montessori-Grundschule, der Kita "Knirpsenburg" und der Kita "Spielwiese" schauen schon mal auf die diesjährige Weihnachtsausstellung, die diesmal ganz im Zeichen der Ente steht. Die legendäre "Duckomenta" macht Weihnachtsstation in der Spitzenstadt. Das Konzept entstand in den 80er Jahren als Projekt in der Braunschweiger Kunsthochschule. "Wir betreiben hier angewandte Kunstgeschichte und versuchen das so zu gestalten, dass auch Menschen ohne den ganz großen Kunstzugang sich wiederfinden", sagt Anke Doepner, Geschäftsführerin der Firma "Interduck", die das Projekt deutschlandweit vermarktet. Enten in altmeisterlichen Darstellungen sind ebenso zu finden, wie auf Alltagsgegenständen, berühmte Werke wie Monets "Seerosenteich" oder da Vincis "Mona Lisa" werden "verentet" - bis hin zu Werken von Künstlern des 20. Jahrhunderts, wie Frida Kahlo, Gustav Klimt oder Paula Modersohn-Becker. Fünf Künstler gestalten die Werke - das sind der Ideengeber von einst, Prof. Dr. Eckart Bauer, Ommo Wille, Prof Volker Schönwart, Rüdiger Stanko und eben Anke Doepner, die gemeinsam mit Stefanie Gebler vom Vogtlandmuseum die Schau kuratiert hat. Ein Alleinstellungsmerkmal hat die Schau in Plauen: Es ist in dreißig Jahren "Duckomenta" die allererste Weihnachtsausstellung. In Plauen werden die Themen der Räume mit den ausgewählten Objekten in Kontext gebracht. "Der Hintergedanke war, der Weihnachtsschau mal einen ganz neuen Aspekt hinzuzufügen", meint Museumschef Dr. Martin Salesch. Und er beruhigt die Puristen: Selbstverständlich kann man im Rahmen der Weihnachtsschau auch die üblichen Exponate, wie das Bornkinnel, die Gartenbahn in wahrhaft epischer Breite oder das "Neunerlei" als Tradition bestaunen. Insgesamt handelt es sich um ein kleines Jubiläum - es ist die 75. Ausstellung, die man in Deutschland veranstalte, erklärt Anke Doepner, die übrigens als Vegetarierin auch an Weihnachten niemals einen Entenbraten verspeisen würde. "An der Kasse hinterlegen wir einige Mappen, welche die Besucher mit auf den Rundgang nehmen können und in denen einige wichtige der originalen Vorlagen abgebildet und erläutert werden", so Martin Salesch, dessen Team zudem ein breites Merchandising-Sortiment - unter anderem 12 "Duckomenta"-Badeenten für die heimische Badewanne - im Verkauf hat. Dazu gibt es auch Kalender, Bücher, Kataloge, Kunstdrucke und T-Shirts. ecki