Drei Sandplätze vom Feinsten mit Bewässerung

Oelsnitz - In eine neue Ära mit wesentlich verbesserten Trainings- und Wettkampfbedingungen startete am Samstag der Tennissport in Oelsnitz. Die Abteilung des TSV eröffnete ihre grundhaft sanierte Anlage im Elstertalstadion.

Freudige Stimmung herrschte bei Sportlern, Offiziellen, Sponsoren und Eltern. Abteilungsleiter Jörg Ungethüm skizzierte in seiner Festansprache das Auf und Ab der Sportart, die in der Stadt seit Jahrzehnten zu Hause ist. Nach dem Niedergang in der Unruhe der Wendezeit blies dem Tennis 2004 ein Zufall neuen Lebensgeist ein. Im Rahmen von Projekttagen am Julius-Mosen-Gymnasium vor den Olympischen Spielen in Athen rannte Jörg Ungethüm mit seinem Vorschlag, Tennis zu spielen, bei den Schülern offene Türen ein.

Auch heute besteht die Abteilung von rund 30 Sportlern vorwiegend aus jungen Leuten zwischen 12 und 18 Jahren. Der älteste Mitstreiter zählt 51 Lenze. "Tennis hat nicht mehr den elitären Charakter und wird zunehmend wieder ent- ?????? "Der Traum wurde wahr durch die Hilfe vieler." Abteilungsleiter Jörg Ungethüm ?????? deckt", schätzt der Pädagoge ein. Die Sportart sei schwer zu erlernen, aber man könne sie bis ins hohe Alter spielen. Doch vor einem Dilemma stand die Abteilung. Auf der einen Seite fanden sich junge, ehrgeizige Spieler, auf der anderen der Tennisplatz mit seinen vielen Fehlern. Den Sandplatz hätte man besser eine "Sandwüste" nennen können, meinte Ungethüm. Mit der Unterstützung eines fähigen Trainers wie Dietmar Gräf sei es gelungen, "aus der maroden Anlage mit viel Geschick das Letzte herauszuholen". Sportlich ging es bergauf. "Den absoluten Höhepunkt" erreichte die Abteilung 2008 bei den Mannschaftsbezirksmeisterschaften in der U18 mit einer sehr guten Platzierung. Dabei waren Sebastian Stange, Paul Kühn, Maria Leucht, Anna Höhle und Marcel Zöhke.

"Viele ließen durch ihre Unterstützung den Traum wahr werden", blickte Ungethüm zurück - Rückhalt gab es von TSV-Präsident Ulrich Lupart, eine wichtige Finanzspritze von der Stadt Oelsnitz und last but not least eine großzügige Förderung durch die Sächsische Aufbaubank. Auch die Oelsnitzer Stadtwerke und die OEWOG halfen als Sponsoren. Im vergangenen Herbst begannen die Arbeiten mit schwerer Technik. Die Firma Hardt aus Winkelhaid bei Nürnberg, welche unter zahlreichen Angeboten durch ihr Preis-Leistungsverhältnis überzeugt hatte, "zauberte drei schöne neue Sandplätze mit Bewässerungsanlage".

Schwierig und teurer als gedacht gestalteten sich die Arbeiten, weil der Untergrund des aus den 70er Jahren stammenden Platzes schlimme Überraschungen bereit hielt. Mit Rat und Tat unterstützte Sportstättenwart Harald Wolf den Bau.

In drei Jahren will Ungethüm die Mitgliederzahl verdoppeln, Ziel ist der Aufbau einer neuen Herrenmannschaft. "Auch eine Damenmannschaft würde uns gut zu Gesicht stehen." Engagement und eisernen Willen des Abteilungsleiters würdigte OB Eva-Maria Möbius. Sehr gern habe die Stadt das Vorhaben mitfinanziert. Mit Dreifeldturnhalle und der bevorstehenden Sanierung des Hartplatzes mitsamt Außenanlagen runde sich das Sportzentrum Oelsnitz.

Den Ehrenaufschlag absolvierten Thomas Gräf und der Vorsitzende des Sächsischen Tennisverbands/Bezirksvorstand Chemnitz, Bernd Jendras. Dem folgte am Nachmittag ein internes Doppelturnier.     R.W.