Dr. Swing reißt Publikum mit

Perfekte Mischung aus Jazz und Swing: Für ein Mega-Gefühl sorgte Big-Band-Entertainer Tom Gaebel und sein Orchester im Naturtheater Bad Elster.

Von Steffen Adler

Bad Elster Der Sänger präsentierte in Begleitung der Big-Band ein stimmungsvolles Swing-Konzert, das den rund 600 Besuchern unter die Haut ging. Mit dem stimmungsvollen Open-Air-Konzert wurden zugleich die diesjährigen 16. Internationalen Jazztage in Bad Elster eröffnet. Der Sound des fabelhaften Interpreten mit brillant "swingender" Stimme erinnerte glanzvoll an die goldene Zeit großer Big-Band-Songs. Nicht zufällig wird Tom Gaebel von seinen Fans auch "Dr. Swing" genannt.
In perfekten Arrangements präsentierte er schwungvolle Kostproben aus seinem neuen Album "Perfect Day", zudem er die meisten Songs selbst geschrieben hat. Gleich zu Beginn begeisterten so die mitreisenden Songs "Feels like Home" und "The Best Things in Life are free" mit jeder Menge Rhythmus und Sound der taufrische Lebensfreude der 50er und 60er Jahre wieder aufleben ließ. Ebenso großartig präsentierte Tom Gaebel unter anderen im Stil des alten deutschen Schlagers sein "Back on the Road" und ein rock'n'rolliges "What about Love," dass er zusammen mit The Baseballs arrangierte. "Wir brauchen nur ein bisschen Schlagzeug, dazu ein wenig Bass untergerührt, eine Prise Gitarre und einen Hauch von Piano", sieht Tom Gaebel als perfekte Zutaten für gute Swingmusik. Die erstklassige Big-Band mit tollen virtuosen Musikern, die immer wieder auch mit eindrucksvollen Solis überzeugten, sorgte dabei mit voller Klangfülle für einen fantastischen Sound, zu dem das Publikum begeistert mitklatschte, summte oder auch von "Dr. Swing" animiert pfeifend im Refrain einstimmte. Ebenso überraschte Tom Gaebel mit einem swingenden Arrangement als Coverversion von "Eye of the Tiger" und dem gelungenen Song-Version "Why can't you and I add up" eines Instrumentalstücks von Bert Kaempfert oder auch dem in einem eigenem James-Bond-Sound geschriebenen "Taking back my Crown" . Zum eindrucksvollem Pop-Jazz-Spektakel überzeugte Tom Gaebel nicht nur als fantastischer Sänger mit charakteristischer Stimme, sondern als ehemaliger Instrumentalist außerdem als Schlagzeuger im musikalischen Duell mit dem Drummer der Band sowie als Solist am Theremin zur Interpretation der Titelmelodie von "Captain Future". Nicht weniger sorgten ein Bossa-Nova-Medley und Pop-Songs aus den 50er Jahren wie "Papa Loves Mambo" und Sinatra-Klassiker wie "Strangers in the Night" und Ol‘ Man River" sowie "My Way" als Zugabe für eine große Gunst beim Publikum, dass am Schluss mit einem langen und tosenden Applaus dankte.
Dankeschön im Rahmen des nunmehr schon vierten Gastspiels von Tom Gaebel sagte auf besondere Weise auch der Intendant und Geschäftsführer der Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft, Generalmusikdirektor Florian Merz sowie Verwaltungsdirektorin Heike Schlack, die den Big-Band-Leader im Rahmen seines Open-Air-Konzerts zum Ehrenkünstler des König Albert Theaters Bad Elster ernannten.