Die Pirk als Paradies

An der Talsperre Pirk wird etwas gegen den Rückgang der Artenvielfalt getan. Die Schmetterlinge fliegen wieder. Dank Blumenwiesen und richtiger Mahd können auch andere Insekten wie Wildbienen und Heuschrecken zurückkommen.

Oelsnitz Der Obere Bahnschutzdamm an der Pirk wurde im vergangenen Jahr saniert - eine Schutzmaßnahme der Sächsischen Landestalsperrenverwaltung nach den Schäden durch das Hochwasser von 2013. Auf der ehemaligen Baustelleneinrichtungsfläche ist eine bunte Wildblumenwiese entstanden. Dafür hatte die LTV eine Ansaat in Auftrag gegeben. "Verwendet wurde einheimisches Saatgut, um die Entwicklung regionaler Pflanzen optimal zu unterstützen", gab Janine Escher von der Öffentlichkeitsarbeit der Behörde Auskunft.
Die Grünflächen wurden ab Mitte Juli gemäht, da die Pflanzen ausgeblüht hatten. Bei einer faunaschonenden Mähtechnik seien die Samen an Ort und Stelle verblieben und können erneut auskeimen. Ein Teilbereich am Oberen Bahnschutzdamm sowie die ehemalige Baustelleneinrichtungsfläche blieben jedoch als Rückzugsort für Insekten und Kriechtiere vom Mahd-Einsatz verschont. Kohlweißlinge und Schachbrettfalter flattern zwischen üppig blühenden Wildpflanzen wie Wiesen-Flockenblume, Schafgarbe und Wiesen-Kerbel, die auch das Auge der Spaziergänger und FKK-Freunde an der Ruine Stein erfreuen. Eine noch buntere Pflanzengesellschaft entstand auf der Wiesenfläche am Nordufer der Pirk - unterhalb der ehemaligen Gaststätte "Sennewald". Große Polster von Quendel (Feldthymian), Heidenelke, Kriechender Günsel und weitere Wildblumen schaffen Mitte Juli ein farbenprächtiges Bild mit zahlreichen tierischen Akteuren. Vier Schmetterlingsarten, darunter Tagpfauenauge und Ochsensauge, sowie Hummeln und Bienen sind zu beobachten. " Diese Wildblumenwiese hat sich frei entwickelt und wird durch die Naherholung Talsperre Pirk GmbH gepflegt, da sie zu deren Pachtgelände gehört", gibt Staumeister Matthias Schwanke Auskunft.