Die größten Baustellen 2010 in Plauen

Plauen - In diesem Jahr stehen in Plauen zahlreiche Baumaßnahmen an. Die Stadt ist gut aufgestellt, sagt Kerstin Schicker, Leiterin des Plauener Tiefbauamtes. Für viele Projekte liegen bereits Bewilligungsbescheide vor, so Schicker: "Wir sind gut im Vorlauf." Nur durch die Zusage von Fördermitteln, können viele der Straßenbauvorhaben umgesetzt werden. Hier eine Auswahl der größten Vorhaben 2010.

Bereits begonnen haben Arbeiten auf der Schillerstraße, die mit zu den ersten Maßnahmen in diesem Jahr gehört. Der erneute Wintereinbruch zögert allerdings viele Arbeiten weiter hinaus. Die Schillerstraße wird grundhaft ausgebaut. Auch neue Abwasser- und Trinkwasserkanäle werden verlegt. Die Bausumme beträgt 700 000 Euro. Baufertigstellung soll im November sein.

 Am 12. April soll der Bau der Meßbacher Straße beginnen, die parallel zur Hofer Straße verläuft. Es steht für knapp eine Million Euro ein umfangreicher Aus- und Umbau an. Ein Großteil der Summe sind Fördermittel. Gebaut wird auch ein neuer Geh- und Radweg. Bis Ende des Jahres wird das Projekt laut Planungen abgeschlossen sein. Auch sie ist in diesem Jahr zur Freude der Straßberger dran: Die baufällige Brücke über die Possig. Im Juni sollen die Arbeiten für rund 560 000 Euro beginnen.

 Im Frühjahr starten Bauarbeiten auf der Unteren Endestraße. Die Sanierungskosten für die Straße bei der St. Johanniskirche liegen bei etwa 400 000 Euro. Der erste Fördermittelbescheid ist auch für die Syrauer Straße im Ortsteil Kauschwitz im Rathaus eingegangen. Hier soll es am 30. Juni los gehen. Die Hauptdurchfahrt wird auf einer Länge von 1,2 Kilometern bis zur Ortsgrenze erneuert. Die Baukosten sind mit 1,25 Millionen Euro veranschlagt. Für den Bau wird im Rahmen der Baufeldfreimachung ein altes Wohnhaus der Wohnungsbaugesellschaft Plauen (WbG) abgerissen. Erneuert wird auch die Bushaltestelle. Die Bauzeit beträgt zwei Jahre. 

 

Eine große Geldsumme fließt in den Ausbau der Straße Zum Burgteich in Thiergarten. Es wird die wohl größte Baustelle im Ort entstehen, die die Anwohner je vor ihrer Tür hatten. Dafür kommt aber auch der lang ersehnte Anschluss an die städtische Kanalisation. Die abgestufte Ortsdurchfahrt zwischen dem Ort und Kürbitz wird in den nächsten drei Jahren für rund 1,66 Millionen Euro aufwendig saniert. Der Baubeginn wird ebenfalls im zweiten Halbjahr 2010 sein, heißt es aus der Stadtverwaltung. Die Straße wird erneuert und erstmals auch einen fast durchgehenden Fußweg haben. Erste Bauvorbereitungen stehen mit dem Fällen von Straßenbäumen bereits in diesem Monat an.

 Ab Juni soll in Meßbach gebaut werden. Die Dorfstraße und der Dorfplatz stehen ebenfalls im Plan für 2010. Der Ortsmittelpunkt wird für rund 160 000 Euro saniert und für die Dorfstraße sind rund 554 000 Euro vorgesehen. Über den Hochwasserschutz wurde ein Förderantrag für die Sanierung der Stollenweg Brücke in Kleinfriesen gestellt. Das Bauwerk über den Stollenbach soll ebenfalls in diesem Jahr für rund 75 000 instand gesetzt werden. Wieder zugänglich gemacht werden soll ab Mai die Rosentreppe hinunter zum Mühlgraben. Die Treppe in der Altstadt ist derzeit aus Sicherheitsgründen gesperrt. Etwa 80 000 Euro sind für die Arbeiten vorgesehen. Die Bagger rollen im Sommer auch auf der Feldstraße an. Die Bauarbeiten sollen sich über drei Jahre erstrecken. Die marode Stützmauer in Richtung Dobenaustraße wird ebenfalls gebaut. Für den ersten Bauabschnitt sind rund 250 000 Euro vorgesehen.  Die Sanierung der Altstadt wird in diesem Jahr mit der Instandsetzung der Gehwege im Lutherpark nahezu abgeschlossen. Lediglich der Obere Graben steht noch aus.

 

Der Querweg im Lutherpark soll sandgeschlämmt werden und der äußere Weg wird gepflastert. Installiert werden auch neue Straßenlampen, die mit ihrer historischen Optik das Flair der Altstadt abrunden sollen. Eingeplant sind für die Arbeiten rund 200 000 Euro.  Aus der Welt geschafft werden soll auch eine Problemzone in der Innenstadt. Die Überdeckung der Syra hinterm Vogtlandtheater soll noch in diesem Jahr drankommen. Der Bereich ist zum Teil einsturzgefährdet und birgt ein hohes Risiko, da sich in diesem Bereich die Anlieferzone und die Feuerwehrzufahrt für das Theater befinden.

 Eine Großbaustelle steht gemeinsam mit dem Straßenbauamt auf der Möschwitzer Straße an. Auch ein Radweg zur Talsperre Pöhl wird gebaut. Saniert werden soll zudem die Brücke über den Friesenbach in Altchrieschwitz. Für Anlieger wird es eine Behelfsbrücke geben. Der Straßenbau wird eine großräumige Umfahrung mit sich bringen. Umleitungen werden bei allen Baumaßnahmen ausgeschildert sein. Ein weiterer Brückenbau wird am Hammerplatz sein (Bild). Die Brücke über die Elster beim ehemaligen Bahnhof Chrieschwitz soll umfassend saniert werden. Das Viadukt ist die einzige Zufahrt für die ansässigen Unternehmen.