Die Bahn hat einen Draht nach Bayern

Es ist geschafft: Die Bahn hat am DOnnerstag den 73 Kilometer langen elektrifizierten Abschnitt Reichenbach-Hof der Sachsen-Franken-Magistrale symbolisch in Betrieb genommen. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember startet der elektrische Zugbetrieb zwischen Reichenbach und Hof.

Damit kommen auf der Regional-Express-Linie Dresden--Chemnitz-Zwickau-Plauen-Hof umweltfreundliche Fahrzeuge mit Elektroantrieb, klimatisierte Doppelstockwagen zum Einsatz. Zugleich wird die Region an das elektrisch betriebene Mitteldeutsche S-Bahn-Netz angebunden. 10.59 Uhr traf am Donnerstag ein Sonderzug aus Dresden (auf seinem Weg zum Festakt in Plauen) in Reichenbach ein. Oberbürgermeister Dieter Kießling (links) und Klaus-Dieter Martini von der Deutschen Bahn fügten zwei Puzzleteile zu einem roten Elektrifizierungsblitz zusammen: Symbol des Lückenschlusses.

Laut Martini verbessern sich die Bedingungen für Reisende - durch ebenerdige Einstiege, breite Türen, Klimatisierung, Behinderten-WC und bessere Möglichkeiten, Fahrräder mitzunehmen. "Was lange währt, wird gut", meinte der Reichenbacher Stadt-Chef und erinnerte an das Jahr 1989, als die Flüchtlingszüge aus Prag in Reichenbach hielten. Kießling hofft nach eigenen Worten, dass die Züge auch künftig in Reichenbach halten - obwohl Lokwechsel nicht mehr nötig sind. Ina Ullmann