Der Traum vom Vereinsheim

Die Tennisspieler des ESV Lok Adorf verwirklichen einen lang gehegten Wunsch - und brauchen Hilfe: Ein Glück, dass viele Handwerker Respekt vor der Chefin haben: Sie war ihre Lehrerin. Diese Geschichte gehört zu unserem Adventsrätsel, bei dem heute eine Eule mit Racket der Drechslerei Kuhnert zu gewinnen ist. Wie? Mitmachen!

Von Uwe Faerber

Adorf Der Verein ESV Lok Adorf existiert seit 1951, die Abteilung "Tennis" gründete sich erst nach der Wende. "Ich hatte bei einem Urlaub auf Mallorca Tennisspieler auf dem Platz einer Hotelanlage gesehen und Lust auf das Spiel bekommen", sagt Gaby Günther, die Abteilungsleiterin "Tennis".
Auch der damalige ESV-Chef Berthold Stengel wollte spielen lernen. "Und so nahmen die Dinge ihren Lauf", wie Frau Günther berichtet: Eine Areal war bald gefunden, im Wald beim Adorfer "Landhaus": Auf dem ehemaligen Forstgrundstück, dem Pflanzgarten, zauberte Bauingenieur Sigmar Böhm aus Oelsnitz mit ABM-Kräften zwei tolle Plätze. "Zwei Umstände waren günstig: Die Förderprogramme und ein Fachmann, der sich in die Aufgabe kniete, die Vorschriften wälzte und die Laien seiner Bautruppe wunderbar anleitete."
Später entstanden im Wald auch Beach-Volleyball-Plätze und die erste Hammerwurfanlage des Vogtlands. "Jetzt wird sie nicht mehr gebraucht. Deshalb überlegen wir, was draus wird", erklärt Frau Günther, die jedoch eine andere Aufgabe als viel dringlicher bezeichnet: Das gemauerte Gebäude, das der Forst früher als Schuppen, Werkstatt und Frühstücksraum genutzt hat, soll ein schnuckeliges Vereinsheim werden.
Frau Günther weiß, dass die Vereinsleitung einen Riesenanteil am Gelingen des Projekts hat. "Nur durch das Engagement von unserem Vereinschef Sandro Röder und Abteilungsleiter (und Vater) Jochen Röder wird die große Baumaßnahme möglich. "Die 1,5 Kilometer langen Wasser- und Abwasserleitungen liegen bereits. Beim Bau wäre der Bagger fast umgestürzt. Auch der Elektro-Anschluss ist gelegt. Jetzt steht der Innenausbau an, insbesondere Küche- und Sanitärräume. Moderne Duschen und WCs gehören heute zum Standard. Im Frühjahr wollen wir Einzug feiern."
Das könnte gelingen, obwohl die Auftragsbücher der Handwerker rappelvoll sind: "Manchen der Handwerker hatte ich früher im Sportunterricht", sagt Frau Günther im Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger. Die 67-jährige Adorferin arbeitete nach dem Studium in Jena als Sport- und Bio-Lehrerin an der Bad Elsteraner Mittelschule. "Es war ein Drama, als die Schule geschlossen wurde. Jetzt merkt man, dass es ein Fehler war - und baut eine christliche Schule auf. Man muss nicht alles verstehen", sagt sie kopfschüttelnd.
Frau Günther ist Mutter zweier erwachsener Kinder. Sie strahlt Lebenslust und Fitness aus. In ihrer Freizeit fährt sie Rad, schwimmt und wandert. Und sie spielt Tennis, obwohl sie eigentlich wegen der Hüfte verzichten sollte. "Doch der Arzt sagt: Wenn es Spaß macht..."
Frau Günther zufolge ist die Abteilung Tennis in Adorf mit rund einem Dutzend Mitgliedern klein. Aber Nachwuchs zu finden, sei nicht einfach. Unsere beiden besten Spieler treten in fremden Mannschaften an: Steffen Lachmann in Oelsnitz, Silvia Schäfer in Markneukirchen. Dennoch ist das Gemeinschaftsgefühl im Verein einzigartig. Das trägt sehr zum Wohlbefinden bei - nicht nur bei mir."

Kalenderblatt 11

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Das Lösungswort von Kalenderblatt 7 lautet: 32
Gewonnen hat Heiko Ritter aus Plauen, der die Gewinnereule in der Redaktion abholen kann.