"Der Mensch is(s)t nichts als Erbsen?!

An ein schwieriges Stück wagte sich am Samstag auf der Kleinen Bühne eine Laienschauspieltruppe - mit Erfolg.

Von Gabi Kertscher

Plauen - Fünf junge Leute, vier in weißer Garderobe, die einzige weibliche Darstellerin komplett in schwarz gehüllt, so stellte sich am Samstagabend das Ensemble von JobAct Plauen seinem Publikum vor. Auf der Kleinen Bühne des Vogtlandtheaters präsentierte des JobAct-Ensemble Plauen die szenische Collage "Der Mensch is(s)t nichts als Erbsen?!", nach Georg Büchners "Woyzeck". Andreas Esche spielte die Titelfigur. Seine schauspielerischen Leistungen müssen unbedingt erwähnt werden. Der junge Mann bestach durch seine teilweise pantomimischen Darstellungen von Situation und Handlung. Mit Büchners "Woyzeck" hatte sich das Ensemble ein nicht ganz einfaches Werk gewählt. Woyzeck lebt am Rande der Gesellschaft und erhält Kommandos, eindeutig und bestimmend. "Marschiere!", "Iss Erbsen" oder "Geh pissen". Widerwillig folgt er den Stimmen. Der Doktor, gespielt von Danila Riemer, nutzt den verwirrten Mann für seine Zwecke. Der Hauptmann (Patrick Merkel) lässt ihn nach seinen Vorstellungen marschieren. Den Clown gibt Abdifatah Abdallah und den Bumerang spielt Sozialkünstlerin Henriette Glatter. Woyzeck fängt an nachzudenken. Zum Nachdenken wird auch der Zuschauer aufgefordert. Wer sind die Gewinner der Gesellschaft und was hält sie am Laufen? Die Regie führte Felix Goldmann. Eine weitere Vorstellung der Plauener Variante des "Woyzeck" ist am 25. April, 19.30 Uhr, im Malzhaus sehen.