Der Mann, bei dem Honecker wohnte

Pfarrer Uwe Holmer hatte im Jahre 1989 für Schlagzeilen gesorgt, als er den abgesetzten Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker in seinem Haus aufnahm. Damals hatte er sich auch aus christlichen Kreisen manche Vorwürfe anhören müssen. Heute überzeugt der Mann durch sein Leben und die klare Botschaft vom christlichen Glauben.

Selbst Besucher, die sonst nicht zur Kirche gehen, zeigten sich beeindruckt von dieser Persönlichkeit. Dabei nahm der 83-jährige kein Blatt vor den Mund und sprach offen über seinen Glauben. Alles entscheide sich daran, ob ein Mensch zu Gott gehört. Gottes Wille sei es, dass Menschen als Bild Gottes leben. Darum habe jeder Mensch eine besondere Würde.

Das habe er als Pfarrer so gepredigt. Damals erlebte er, wie ein LPG-Vorsitzender kurz vor seinem Tod noch den Pfarrer rufen ließ. Er empfand seine Krankheit als Strafe Gottes und entschied sich auf dem Sterbebett für den christlichen Glauben. Holmer selbst habe sich bewusst dafür entschieden, denen zu vergeben, die ihm und seinen Kindern in der DDR das Leben schwermachten.

Holmer war zunächst Pfarrer in Mecklenburg, später Leiter der Bibelschule Falkenberg/Mark. Dann übernahm er die Leitung der Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal. In den letzten drei Jahren seiner Berufstätigkeit war er Leiter einer Suchtklinik in Mecklenburg-Vorpommern. Bis heute ist er unterwegs, um die Botschaft von Gott unter die Menschen zu bringen. Sein Lebensmotto: "O Gott, wie hat man es bei dir so gut." Der Gottesdienst auf dem Bezelberg wird von der Kirchgemeinde Falkenstein organisiert.

Der Kegelverein Neustadt sorgte mit Rostern und Getränken für Verpflegung. Posaunenbläser aus den umliegenden Gemeinden gaben unter der Leitung von Posaunenwart Achim Rösler den Ton an. Mit neuen Liedern setzten die Kurrendekinder unter der Leitung von Kantor Gilbrecht Schäl einen bunten Akzent.