Der große Plauener Weihnachtsmarkt-Test 2009

Plauen - Der Weihnachtsmarkt in Plauen hat in diesem Jahr einen guten Start hingelegt. Sowohl die vielen Besucher als auch die zahlreichen Händler sind überwiegend positiv gestimmt.

 

Der Vogtland-Anzeiger hat sich nach der ersten Woche auf dem größten Weihnachtsmarkt im Vogtland umgehört und hier ist unsere Bewertung: Der Markt versprüht eine warme und urige, weihnachtliche Atmosphäre. Das beleuchtete historische Rathaus und der große Weihnachtsbaum mit Hunderten glänzenden Lichtern machen das Gesamtbild stimmig. Der Hauptbereich des Marktes befindet sich auf dem Altmarkt. Weitere Buden ziehen sich entlang der Herren- und der Rathausstraße bis zum Klostermarkt. Insgesamt bieten in diesem Jahr 60 Händler ihre Waren an. Ostpreußischer Baumkuchen Das abwechslungsreiche Markt-Sortiment wirkt sorgfältig ausgewählt und ist in fast allen Buden typisch weihnachtlich. Einen großen Teil nehmen unzählige kulinarische Spezialitäten ein. Neben den Klassikern wie Bratwurst, Mandeln und Glühwein gibt es in diesem Jahr erstmals auch ostpreußischen Baumkuchen und Baumstriezel-Gebäck. Aber auch Leckereien mit Oliven, im Fladenbrot und aus dem Holzofen, gehören zu den genussvollen Höhepunkten.

Nicht nur Gaumenfreuden locken zu einem Besuch auf dem Plauener Weihnachtsmarkt. Bei genauer Suche lassen sich auch einige seltene Ideen für das Weihnachtsfest finden. Hier überzeugen die vielen Stände mit vogtländischer, thüringischer und erzgebirgischer Handwerkskunst. Holzschmuck aus Polen Neben Lauschaer Glas und der traditionellen Plauener Spitze lassen sich unter anderem auch verschiedene Geschenktipps aus Keramik, Holz und Wachs finden. Die Händler kommen überwiegend aus dem Vogtland, Westsachsen und Ostthüringen. Aber auch Dresdener, Hofer und Pegauer sind vertreten. Die weiteste Anreise hat ein Verkäufer aus der polnischen Stadt Swidnica. Er bietet Schnitzereien und Holz-Weihnachtsschmuck an und befindet sich schräg gegenüber vom Christkindl-Postamt, das übrigens in diesem Jahr auch erstmals dabei ist.

Zum täglichen Programm auf der Marktbühne gehört in der Zeit von 16 bis 17 Uhr der Besuch des Weihnachtsmannes. Jeden Mittwoch kommt zudem um 18 Uhr mit einer Gute-Nacht-Geschichte der Sandmann vorbei. Zu den Highlights zählt auch das jährliche Moosmänner-Treffen, das am nächsten Samstag sein wird. Die Parkplatzsituation ist um den Markt problematisch, in den zahlreichen Parkhäusern stehen allerdings genügend Plätze bereit. Der Preis für eine Tasse Glühwein liegt auch in diesem Jahr an allen Buden bei 2 Euro. Viele der Besucher finden die Preise für Essen und Trinken aber zu teuer, sagen sie. Von der Krise keine Spur Die Händler sind mit der Besucherresonanz nach der ersten Woche durchaus zufrieden. Negativ bewerten sie die Parkgebühren, diese hätten sich fast verdoppelt. "Es fehlen noch viele Touristen", sagt Angela Herold. Sie verkauft seit 20 Jahren Accessoires aus Plauener Spitze. "Der Markt hat sich in den letzten Jahren zum Positiven entwickelt." Seit bereits zehn Jahren ist auch der Plauener Thomas Hannich dabei. An seiner Glühwein-Hütte spürt er keine Krise: "Alle sind gut gelaunt und die Besucherzahl ist gut."

"Wir sind ganz zufrieden", sagt auch Ramona Schenker aus Trieb. Sie verkauft an zwei Buden unter anderem Mützen, Handschuhe und Schals. "Nur etwas kälter hätte es noch sein können", meint sie. Seit 15 Jahren ist sie bereits dabei.