Der Abrissbirne geweiht

Zwei sanierte Gründerzeithäuser und mitten drin eine hässliche Abbruchbude: So sieht es in einem Straßenzug an der Pausaer Straße in Plauen aus, der stellvertretend für mehrere Schandflecken in der Stadt steht. Haus Nummer 109 (Bild) wird demnächst weggerissen, die Vorbereitungen laufen dazu über den Bauleiter der Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV). Mitunter ist es ein langer Weg bis der Abrissbagger kommen kann, da undurchsichtige Eigentumsverhältnisse und Immobilienbesitzer, die sich nicht um ihre Häuser kümmern und oft im Ausland verschwunden sind, das Handeln der Kommunen hemmen. Möglichkeiten des Abrisses durch die Kommune gibt es durch legale Schlupflöcher, wie das Rückbaugebot. Rund 600 Schrottimmobilien stehen im Plauener Kataster. Davon wurden in letztere Zeit 142 saniert oder abgebrochen. Ein weiterer schwieriger Fall ist das Wohnhaus in der Chamissostraße 18. Auch dort sollte der Abrissbagger zupacken - nur gibt es noch keine Fördermittel dafür. cze