Denkmal am Brennpunkt der Wende

,,Keine Gewalt! Wir sind das Volk - wir sind ein Volk" ist die inhaltliche Vorgabe zur Schaffung eines Denkmals. Die Arbeitsgruppe ,,Gemeinschaftsaktion Denkmal - Friedliche Revolution 7. Oktober 1989 in Plauen" machte es sich zur Aufgabe ein Erinnerungszeichen zu setzen.

 Ein Projekt von und für Bürger mit einer Investitionsobergrenze von 50 000 Euro. An einem der Hauptbereiche der damaligen Ereignisse, dem ,,Tunnel" inmitten der Stadt soll es entstehen. Die neun vogtländischen Künstler Hannes Schulze, Erik Seidel, Peter Luban, Albrecht Ripp, Andreas Zacher, Michael Ballmann, Sigrid Peller, Axel Götze und Heiko Rudolf haben die Möglichkeit ihre Entwürfe am 26. Juni einem Auswahlgremium vorzustellen. Außerdem wird für Bürger die Möglichkeit bestehen, eine Woche lang im Rathaus die Vorschläge zu bewerten und darüber abzustimmen. Die endgültige Entscheidung wird am 12. August fallen.

 Um sich abzustimmen und den geplanten Standort zu besichtigen, lud die Arbeitsgruppe die Künstler, Mitglieder der damaligen Gruppe der 20 und Neues Forum sowie Demonstranten und Augenzeugen, Kulturreferat der Stadt Plauen und Filmemacher der MPC Filmproduktion am Samstag ein. Das Kunstwerk soll an den Beginn der Revolution erinnern, als in Plauen am Samstag, dem 7.Oktober 1989, rund 15 000 friedliche Demonstranten auf die Straße gingen und Volkspolizisten und schwerbewaffneten Kampfgruppen gegenüberstanden - zwei Tage vor der ersten großen Montags-Demo in Leipzig. "Wir wollen damit auch den Mut und die Kraft der Menschen im Vogtland würdigen, die für Freiheit kämpften und sich dabei nicht unterkriegen ließen", sagte Wolfgang Sachs, einer der Initiatoren des Denkmals.

 Es herrschte im Wesentlichen Einigkeit zum geplanten Denkmal, für das am 7. Oktober die Grundsteinlegung anberaumt ist. Im Zuge dessen, ist eine Umgestaltung der gesamten Fläche von der Stadt Plauen vorgesehen.  Die Einweihung wird im nächsten Jahr am 3. Oktober statt finden. St. Rössel