Den Meistern über die Schultern geschaut

Heidrun Eichler, Chefin des Markneukirchener Musikinstrumentenmuseums sprühte zum Handwerkertag vor Ideen: "Wir müssen überregional Werbung machen und uns besser vermarkten, aber das wäre mit Geld verbunden", erklärte sie.

Gerade jetzt, wo der Musikinstrumentenbau auf der Liste des Immateriellen Kulturerbes steht - müsse etwas passieren. Deshalb überlegt sie, die Veranstaltung auf breitere Schultern zu verteilen, die Stadt ins Boot holen. Mehr Werkstätten könnten öffnen, Musikveranstaltungen könnte es geben", so ihre Pläne. Sieben Instrumentenbauer zeigten heuer ihre Arbeit.

Erstmals war ein Handgraveur vor Ort: Jan Stybnar aus Graslitz hatte Sticheln mitgebracht, mit denen er das Blech der Instrumente mit Schriftzügen und Ornamenten verzierte (im Bild). "Das ist ein aussterbender Beruf, ich habe viel von meinem Vater gelernt", meinte der 37-Jährige, der bei dem Instrumentenhersteller Buffet Group in Markneukirchen arbeitet.

Teils nutzte er Schablonen, teils setzte er frei seine Kerben in das Blech. "Wenn ich einen Fehler mache, muss ich improvisieren oder das Blechstück austauschen." Eine Gitarre und ein Saxophon der Rolling Stones tragen bereits seine Gravur. K. M.