Dem Zwitschern auf der Spur

Pausa - Für ihr zeitiges Aufstehen wurden am Sonntag zehn Naturfreunde mit dem Gezwitscher zarter Vogelstimmen belohnt. Schon 6 Uhr war Treffpunkt am Pausaer Rathaus zur Vogelstimmenwanderung. Die stand unter der Leitung des Ranspachers Udo Schröder, die NABU-Ortsgruppe aus Pausa war der Gastgeber.

 

Zehn Naturfreunde aus Pausa, Weischlitz und Rothenacker scheuten den frühen Treffpunkt nicht. Diesmal ging es in den Nordwesten des Stadtgebietes. Über die Vorstadt und die Lehmgrube wurde Unterreichenau erreicht. "Den Trauerfliegenschnepper hörten wir im Auweg in Unterreichenau", berichtete Udo Schröder bei der Rast an der Reinhardtsquelle. Die über den Garberg und den Katzenstein erreicht wurde. Begleiter der morgendlichen Wandergruppe waren die Turteltaube, der Schwarzspecht und der Zilpzalp, auch Weidenlaubsänger genannt, die mit ihrem Morgenkonzert erfreuten.

"Sehr selten hört man auch den Waldlaubsänger. Diesmal war er dabei", berichtete Schröder, der seit der Wende regelmäßig diese Wanderungen durchführt. Passend zum Gang durch die Natur hatte die Pausaerin Anita Seifert noch ein paar Informationen über Pflanzen, die am Wegesrand standen dabei. "Wir fanden Bärenklau, Mädesüß, Wiesenkerbel und Labkraut", erzählte sie. Nach einem kräftigenden Frühstück in der Nähe der Reinhardtsquelle liefen die Wanderer über den alten Lindaer Schulsteig zurück nach Pausa. In der Pause informierte Schröder über weitere Vorhaben der NABU-Gruppe.

 

Diese beobachtet Lurche beim Balzen (15. Mai), führt eine Wanderung zur Schmetterlingswiese in Kornbach (10. Juni) durch und sie trifft sich am 3. Juli im Dorfgemeinschaftshaus Wallengrün zur Glühwürmchensuche. Die Teichdammpflege in der Pausaer Weide (8. August) und die Nacht der Fledermäuse am 15. August folgen, bevor die Pilzwanderung (13. September) den Abschluss der Veranstaltungen 2009 bildet. j.st.