Dekra favorisiert Hammerstraße als neuen Standort

Die Millioneninvestition an der Böhlerstraße in Plauen ist laut des Investors gestorben. Neu planen muss jetzt die Dekra. Für den neuen Standort wird nun die Hammerstraße favorisiert.

 

Plauen - Der Dekra in Plauen sitzt die Zeit im Nacken. Der bisherige Standort beim Autohaus Oppel musste geräumt werden. Die geplante Errichtung eines neuen Standortes auf einer Industriebrache an der Böhlerstraße in Plauen fällt nun auch ins Wasser.

Der Projektentwickler Jürgen Striffler plante hier, wie bereits mehrfach berichtet, eine Millioneninvestition mit dem Bau eines Schnellrestaurants, eines Getränkemarktes, eines Lebensmittelmarktes und eines Kfz-Großhandels. Und auch die Dekra wollte mit auf das Grundstück. Daraus wird nun nichts, da die Stadt den Lebensmittelmarkt nicht genehmigt und der Investor das Projekt ohne Markt nicht wirtschaftlich umsetzten könne, sagte er.

Die Dekra weicht nun auf ein Alternativgrundstück an der Hammerstraße gegenüber den Stadtwerken aus. "Wir haben uns vom Vorhaben zurückgezogen und favorisieren den zweiten Standort", so Dekra-Niederlassungsleiter Roland Gaedtke. In den nächsten Tagen werde der Bauantrag dafür gestellt werden. Entstehen soll ein Neubau mit zwei Prüfhallen für Pkws und Lastwagen und einem angrenzenden Verwaltungsgebäude mit dem Prüflokal für die Führerscheinprüfungen, der MPU-Stelle für Kraftfahrer - die den Führerschein nach Entzug wiederkommen möchten - der Prüfstelle zur Begutachtung von technischen Änderungen am Fahrzeug und dem Verwaltungsbereich für 20 Kfz-Sachverständige.

Jürgen Striffler ist über die Entscheidung, keinen Lebensmittelmarkt auf dem Grundstück bauen zu dürfen, verärgert: "Momentan sind die Segel gestrichen. Was wir geplant haben, will man einfach nicht. Ich habe keine Lust in der Stadt was zu tun, die uns nur Probleme bereitet", sagte er dem Vogtland-Anzeiger. Derzeit prüft noch ein Rechtsanwalt die Angelegenheit. Striffler überlegt aber bereits, ein ähnliches Projekt eventuell in Hof umzusetzen.

Grundstückseigentümer Uwe Geipel sieht das Projekt-Aus "komplett schmerzfrei". Der Autohändler habe mit dem Thema bereits abgeschlossen. Was aus dem großen Areal an der Elster nun passiert, weiß auch er nicht: "Wenn einer was bauen will, kann er es kaufen." Ausschließen kann Geipel aber auch nicht, dass er vielleicht irgendwann noch einmal investiert. "Wenn ich etwas baue, dann ein Autohaus."