Deborah begeistert als Christine

Bad Elster -In einer absolut neuartigen und glanzvollen Inszenierung begeisterte am Neujahrstag "Das Phantom der Oper" mit einer Weltstar-Besetzung im König Albert Theater.

 

Begleitet von einem großen internationalen Orchester unter musikalischer Gesamtleitung von Peter Moos wurde das erfolgreichste Musical aller Zeiten in einer beeindruckenden fantastischen Aufführung präsentiert. Geboten wurde den Zuschauern ein faszinierendes Musical-Spektakel mit großartigen schauspielerischen Leistungen und herausragenden optischen Spezialeffekten.

Inszeniert wurde die bekannte Version von Andrew Lloyd Webber auf eine ganz eigene und besonders gelungene Art und Weise, die bei den Zuschauern für eine stimmungsvolle und hochkarätige Unterhaltung sorgte. In der Aufführung des erfolgreichen Musicals nach der Romanvorlage von Gaston Leroux bezauberte Weltstar Deborah Sasson mit einer prachtvollen Sopranstimme in der Hauptrolle des Chormädchens Christine, das eines Abends in der Pariser Opera Garnier für die erkrankte Primadonna Carlotta (Janette Giese) einspringen muss und das Publikum mit Puccinis Arie "O mio babbino caro" überzeugt. Doch sie hat ein dunkles Geheimnis, denn der "Engel der Musik" hat ihr zu ihrer wundervollen Stimme verholfen.

Das Phantom der Oper (Axel Olzinger) will sie zum Star der Oper machen, aber fordert dafür ihre Liebe. Ihr Herz gehört jedoch Raoul, dem Comte de Chagny (Jochen Sautter). Während des Maskenballs wird Christine vom Phantom in seine Gemächer unter der Oper entführt. Nun haben auch die beiden Operndirektoren Moncharmin (Nils Schwarzenberg) und Richard (Stefan Schael) genug von dem Spuk und schalten die Polizei ein.

Doch nur Raoul gelingt es mit seinem Helfer, dem geheimnisvollen Perser (Guido Weber), bis zu den Gemächern des Phantoms vorzudringen. Dort geraten die beiden in einen Hinterhalt und werden vom Phantom in Folterblöcke gesperrt. Von Christine zurückgewiesen, ist das Phantom bereit, die beiden zu töten und sich mit Christine und der ganzen Oper in die Luft zu sprengen. Christine muss sich für einen der Kontrahenten entscheiden. Doch im Moment des Glaubens an die Liebe besinnt sich das Phantom.

Eine besondere musikalische Würze erlangte die außergewöhnliche Inszenierung vor allem durch ein Potpourri aus bekannten Opernmelodien mit Werken unter anderen von Verdi, Puccini und Johann Strauß. Auf unterhaltsame Weise belebt wurde die dramatische Liebesgeschichte auch mit einigen heiteren komödiantischen Einlagen, so zum Beispiel als Carlotta als Margarete mit der Arie Faust vom Phantom durch ein lautes Rülpsen unterbrochen wurde.

In absoluter Perfektion zum Einsatz kam auch eine spitzenmäßige Bühnentechnik mit großartigen Licht- und Spezialeffekten und erstaunlichen Bildüberblendungen mit dreidimensionaler Wirkung, welche die Szenen sowohl im prächtigen Ballsaal der Oper als auch in den schaurigen Katakomben im Reich des Phantoms besonders lebendig werden ließen.

Noch einmal beeindruckten ein mitreißendes "Libiamo" aus La Traviata und folgte Sassons Finale mit einem leidenschaftlichen "Habanera" aus "Carmen" bevor die Akteure auf der Bühne abschließend einen stürmischen Beifall der Zuschauer ernteten.                Steffen Adler