Dauerregen füllt Vogtlands Gewässer

Dauerregen sorgt für reichlich Wasser in Weißer Elster, Göltzsch und Mulde und den Talsperren. Dennoch reichten am Montag die Pegelstände (noch) nicht an die Hochwasserwarnung, Stufe 1, heran.

Plauen - "Die Gewässer sind voll und es regnet für den Monat Mai einfach zu heftig. Trotzdem besteht kein Grund zur Beunruhigung, obwohl das Vogtland etwas stärker vom Niederschlag betroffen ist", sagt Uwe Höhne, Leiter des Landeshochwasserzentrums Sachsen. Die Pegel an der Weißen Elster zeigten am Montag in Plauen/Straßberg 180 Zentimeter, in Elsterberg 124 und Oelsnitz 103 Zentimeter, in Rautenkranz an der Zwickauer Mulde 124 Zentimeter. "Das Wasser ist noch nicht mal die Ufertreppen hoch", meldet die ehrenamtliche Pegelstandsableserin Uda Bauer aus Straßberg, für die erst ab Pegelstand 2,40 Meter die Alarmglocken schrillen. Staumeister Jürgen Görner meldet für die Talsperre Muldenberg noch 90 Zentimeter "Luft" bis zum Überlauf, für die in Falkenstein noch 2,5 Meter.

"Präventiv haben wir schon vor einigen Tagen das Wasser der Talsperre Falkenstein abgesenkt", so der Staumeister. Zu zwei Rettungsaktionen wurde das Team des Rettungszweckerbandes Südwestsachsen sowie die Feuerwehr am Montag gerufen: Auf den Schienen bei Gippe-Elsterberg fuhr eine Vogtlandbahn in einen auf die Schienen gefallenen Laubbaum (30 Zentimeter Stammumfang). Marcel Teichmann: "Die Bahn wurde nicht sehr beschädigt und konnte nach einer Pause weiterfahren". Am Nachmittag eilte die Feuerwehr an die Teiche am Schönecker Meiler, wo infolge des Dauerregens der Teichablass verstopft war.

Der Rodewischer "Wetterfrosch" Harald Hutschreuter meldet 51 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - gemessen zwischen Sonntag und Montag früh. Bisher sei der Mai mit über 100 Litern Regen pro Quadratmeter zu nass - normal wären 70 Liter. Für Dienstag prognostiziert Hutschreuter weiter Regen, aber auch ein wenig Sonne. cze