Das Wichtigste am Leben ist das Leben

Zur großen Freude einer aber leider nur kleinen Fangemeinde von knapp 100 Zuschauern aus nah und fern, gastierte am Sonntag der Rockpoet Falkenberg im König Albert Theater.

 

Falkenberg, alias Ralf Schmidt, ehemals bekannt als Frontmann bei "Stern Meißen", einer der erfolgreichsten DDR-Rockbands, hat sich die Bühne mit eindringlichen Songs, mit Liedern die nicht kalt lassen, eben unter die Haut gehen, die Bühne zurückerobert. Mit Gitarre, Klavier und Mundharmonika, begleitet von seinem langjährigen Freund und Gitarristen Michael Lehrmann, präsentierte er vor allem Lieder aus seinem neusten Album "Hautlos", denen er immer ganz speziellen Themen widmet, wie zum Beispiel menschliche Schwächen und Verletzlichkeit, die in heutiger Gesellschaft dazu führen, angreifbar zu sein.

Seine Songs, geprägt von tiefgründigen feinsinnigen Texten geben Einblicke in die Gefühlswelt und reflektieren viel Eigenes und Erlebtes. "Hautlos bin ich, meine Heimat, irgendwann kehr? ich immer zurück", erzählt er in seinem Lied über das Heimfinden, oder in "Still und schön" von den guten und schlechten Zeiten auf der Lebensreise und von Einsichten wie beispielsweise auch in dem Song "Der Sommer kommt wieder".

 

Und Falkenberg erzählt von den unerreichten Dingen in "Nichts", klagt über Unredlichkeit "Wenn die Bilder nicht zu Ende geh?n", aber gibt auch Zuversicht mit "Dein purpurrotes Boot". Es ist eine gelungene Mischung aus Folk, Pop und Blues, mit denen er seine balladenhaften Texte musikalisch untersetzt. Mit ganz leisen virtuosen Tönen regt er an Innezuhalten, bis ihm das Publikum mit viel Applaus zustimmt: "Das Wichtigste im Leben ist das Leben überhaupt!"  Von Steffen Adler